Vietnamese ersteigert Ein-Einwohner-Ort Buford in den USA - DER SPIEGEL
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Versteigertes Örtchen: Eine Stadt für einen Mann

Foto: AP/ Tuoi Tre Newspaper

Nest in Wyoming Vietnamese ersteigert Ein-Einwohner-Stadt

Buford liegt mitten in der Pampa und hat nur noch einen Einwohner, der bald wegziehen will. Pham Dinh Nguyen aus Vietnam glaubt trotzdem an das Potential des Städtchens im US-Bundesstaat Wyoming - und ersteigerte das Nest für 900.000 Dollar.
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Hanoi - Buford, Wyoming. Einwohner: einer. Außer einer Tankstelle, einem Laden, einem alten Schulhaus und einem Wohnhaus hat das Mini-Städtchen im Westen der USA nicht viel zu bieten. Für den vietnamesischen Geschäftsmann Pham Dinh Nguyen ist der Ort aber dennoch sein kleines Stück des amerikanischen Traums - und nun kann er Buford sein Eigen nennen.

Für 900.000 Dollar ersteigerte Nguyen in der vergangenen Woche die Stadt nahe der Interstate 80, wie nun bekannt wurde. Der 38-Jährige hinterlegte 100.000 Dollar als Sicherheit und hat nun 30 Tage Zeit, den Kauf zu komplettieren.

Was genau Nguyen mit einem Nest im Nirgendwo des Mittleren Westens anfangen will, weiß er noch nicht. Buford könne als Zugang zum amerikanischen Markt dienen. "Ich sehe Buford als Teil der USA: ein großer und potentieller Markt für vietnamesische Waren", sagte Nguyen.

Verkauft wurde Buford vom einzigen Bewohner, Don Sammons, der das Stück Land seit 20 Jahren in Besitz hielt und sich entsprechend selbst zum Bürgermeister erklärte. Jetzt will er ein Buch über seine Zeit in Buford schreiben.

Der 61-jährige Sammons zog 1980 mit seiner Familie nach Buford. Nachdem seine Frau gestorben und sein Sohn fortgezogen ist, will er nun aber in Rente gehen und sich in der Nähe seines Sohnes ansiedeln, der in Colorado wohnt.

Buford - benannt nach dem General John Buford - wurde um 1860 während des Baus der transkontinentalen Eisenbahn gegründet und hatte rund 2000 Einwohner, bevor die Strecke umgelegt wurde. Inzwischen ist das Nest vor allem einen kurzen Fotostopp vor dem Schild mit dem Aufdruck "Buford, 1 Einwohner" wert.

Als Nguyen Buford kürzlich erstmals besuchte, zeigte sich das Örtchen wenig einladend. Rund 2500 Meter über dem Meeresspiegel wehte ein kalter Wind, der Käufer fröstelte. "Aber ich ließ mich nicht abschrecken", sagte er. "Weil ich den Wunsch hatte, diese Stadt zu besitzen."

ulz/dapd

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