Vom Blitz getroffen: 15-Jährige schwebt in Lebensgefahr - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Vom Blitz getroffen 15-Jährige schwebt in Lebensgefahr

Am Wochenende wurden mehrere Menschen vom Blitz getroffen. Eine 15-jährige Schülerin aus Soltau schwebt in Lebensgefahr. Ein Regenschirm wurde ihr zum Verhängnis.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Soltau/Washington - Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurden in Soltau ein 15-Jähriger und seine gleichaltrige Mitschülerin auf einem Schulhof schwer verletzt. Während eines Gewitters hätten sich die beiden Jugendlichen mit einem Schirm unter eine Eiche geflüchtet, berichtet das Blatt. Als in der Nähe ein Blitz einschlug, habe Nässe die Energie zum Schirm geleitet. Der 15-Jährige erlitt Verbrennungen an der Hand, der Schirm flog ihm aus der Hand. Seine Schulkameradin stürzte bewusstlos zu Boden, nach Angaben der Zeitung erlitt das Mädchen seitdem mehrere Herzstillstände und schwebt weiter in Lebensgefahr. Ihr Oberkörper sei verbrannt.

Blitzeinschläge in Tennessee

Auch in Amerika wurden mehrere Menschen von einem Blitz getroffen. Im US-Bundesstaat Tennessee wurden dabei zehn Trauergäste nach einer Beerdigung leicht verletzt. Nach Fernsehberichten vom Sonntag fuhr der Blitz auf einem Friedhof der Ortschaft Dresden offenbar in die Antenne eines geparkten Autos und sprang dann auf Regenschirme der Trauernden über, die gerade wieder ihren Fahrzeugen zustrebten. Einige der Getroffenen fielen zu Boden, Rauch stieg auf. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, konnten aber zumeist nach kurzer Behandlung wieder nach Hause gehen.

Weniger glimpflich endete ein Blitzeinschlag in Guatemala. Hier wurden am Sonntag zwei Spieler während eines Fußballspiels vom Blitz erschlagen. Zehn weitere Spieler trugen schwere Brandverletzungen davon, teilten die Behörden des mittelamerikanischen Staates mit. Trotz eines Gewitters hatten Funktionäre entschieden, dass die Dritte-Liga-Partie fortgesetzt werden sollte. Die meisten Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt schon wegen des heftigen Regens unter das Stadiondach geflüchtet und blieben von der Wirkung des Blitzeinschlags verschont.