Vorarlberg: Wo Kuhkadaver explodieren - DER SPIEGEL
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Vorarlberg Wo Kuhkadaver explodieren

Lawinen dürfen in Österreich zum Schutze von Skifahrern weiter gesprengt werden. Die Sprengung von Kuhkadavern auf den Almen will das österreichische Bundesland Vorarlberg künftig verbieten.
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Bregenz - Der im Landtag für Umweltschutz zuständige Landesrat Erich Schwärzler sagte im Österreichischen Rundfunk (ORF), er werde nicht mehr zulassen, dass die Kadaver gesprengt würden. In Vorarlberg werde befürchtet, dass die Kadaver das Grundwasser verseuchen könnten. In der Fremdenverkehrsregion könne zudem Touristen durch auf Wiesen verrottende Kadaverteile die Lust aufs Wandern vergehen. Es komme vor, dass von den Tieren große Stücke zurückblieben.

Gesprengt werde aus Kostengründen, berichtete der ORF. Während für den Einsatz eines Hubschraubers zum Abtransport eines Kadavers 15.000 Schilling (rund 2150 Mark) zu zahlen seien, komme die Sprengung einer toten Kuh auf nur 500 Schilling (rund 70 Mark).

Pro Jahr sterben den Angaben zufolge rund 20 Kühe in den Vorarlberger Alpen durch einen Sturz oder Blitzschlag. Das Bundesland übernimmt 80 Prozent der Kosten für den Abtransport des toten Tieres, die Landwirte indes machen für den Verzicht auf Sprengungen eine Kostendeckung von 100 Prozent zur Bedingung. Die Landesregierung verhandelt nun mit Anbietern privater Hubschrauberdienste, um eine Lösung zu finden. Früher wurden die verunglückten Kühe von Hubschraubern des österreichischen Bundesheers gratis ins Tal geflogen.