Vorfall in Grundschule: Lehrer soll Schüler gewürgt haben - DER SPIEGEL
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Vorfall in Grundschule Lehrer soll Schüler gewürgt haben

In einer Grundschule im ostwestfälischen Hiddenhausen soll ein Lehrer einen seiner Schüler angegriffen und gewürgt haben. Die Mutter des betroffenen Jungen hat gemeinsam mit anderen Eltern Strafanzeige gegen den Pädagogen gestellt.
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Hiddenhausen - Nach Darstellung des Kindes und seiner Mutter hatte der Grundschullehrer den Achtjährigen wegen einer Aufgabe, die dieser gerade bearbeitete, angesprochen. Als der Junge nicht reagierte und wegschaute, habe der Pädagoge begonnen, das Kind zu würgen.

Dann soll er den Jungen vom Stuhl gerissen, zu Boden geworfen und sich auf ihn gekniet haben. Der Achtjährige habe geweint und gesagt, er bekomme keine Luft mehr. Dies habe den Lehrer aber nicht gekümmert, so die Version der Mutter. Ein zweiter Lehrer, der die Szene beobachtet haben soll, sei nicht eingeschritten. Der Vorfall soll sich am 17. März ereignet haben, berichtet die "Neue Westfälische" heute.

Sie habe nach dem angeblichen Zwischenfall mit ihrem Sohn eine Kinderärztin aufgesucht, die die Würgemale am Hals gesehen haben soll. Die Ärztin schrieb den Jungen für eine Woche krank.

Der Schüler besucht eine Grundschule in Hiddenhausen-Schweicheln, Kreis Herford, die sich um verhaltensauffällige Kinder kümmert. Er war zuvor für zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen worden, weil er eine Mitschülerin nach einem Streit geschlagen haben soll. Die Mutter hatte diese Maßnahme als überzogen und unberechtigt empfunden.

Auch drei weitere Eltern, mit denen sich die Mutter zusammenschloss, erheben Vorwürfe gegen die Lehrer. So sollen sie Schüler, die während des Unterrichts mit dem Stuhl wippten, regelmäßig auf die Füße getreten haben. Die Eltern und die Mutter erstatteten am 29. März Strafanzeige gegen die beiden Pädagogen.

Die Frau fertigte auch Videobänder an, auf denen sie Mitschüler ihres Sohnes zu den angeblichen Misshandlungen befragt. Die Bänder liegen sowohl der Staatsanwaltschaft Bielefeld als auch der Schulaufsicht vor. Die nahm inzwischen ein Vorermittlungsverfahren gegen die Grundschullehrer auf, das allerdings während der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ruht.

"Wir nehmen die Beschuldigungen sehr ernst und werden mit all unseren Möglichkeiten an der Aufklärung mitwirken", sagte ein Sprecher des Kreises Herford, der Schulträger ist, der "Neuen Westfälischen".

Derzeit werden die Schüler der Grundschule von der Polizei befragt, einen weiteren Ermittlungsstand nannten weder Staatsanwaltschaft noch Polizei.