Vorhersage Elbhochwasser wird sich bis Hamburg wälzen
Hamburg - Das katastrophale Hochwasser der Elbe in Sachsen wird sich nach Einschätzung des Meteorologen Jörg Kachelmann in den kommenden Tagen massiv elbabwärts wälzen. "Es gibt Grund zu der Annahme, dass der Fluss auch in den anliegenden Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern über die Ufer treten wird", sagte Kachelmann am Dienstag.
"Wenn ich das richtig sehe, wird es auch dort sehr schlimm." Erst in Geesthacht vor den Toren Hamburgs werde die Flut zu Ende gehen.
In Sachsen-Anhalt hat sich die Hochwassersituation nach Einschätzung der Behörden entlang der Elbe bereits jetzt verschärft. Die Hochwasserzentrale in Halle rechnet mit einem weiteren, vergleichsweise raschen Anstieg des Wasserstands. Eine erste Hochwasserwelle erreichte am Dienstag den Raum Wittenberg, bis Freitag rechnen die Experten damit, dass entlang der Elbe die höchste Warnstufe 4 ausgerufen werden muss. Generell hieß es aber, derzeit gebe es in Sachsen-Anhalt keine vergleichbare Lage wie in Sachsen. Flüsse wie die Elbe hätten genügend Platz, sich innerhalb der Deiche auszubreiten. Dennoch werden zusätzlich Sandsäcke gefüllt und auf LKW verladen.
Das Land Brandenburg rechnet ab Donnerstag mit Hochwasser. "Nach allerneuesten Hochrechnungen der Magdeburger Kollegen werden für den 15./16. August bei Torgau Pegelstände deutlich oberhalb der Richtwerte der höchsten Alarmstufe IV erwartet", sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, am Dienstag. Dann sei auch die Altstadt von Mühlberg gefährdet.