Gewitter in Deutschland: Hagel, Regen, Blitze
Hagel und starker Regen Stürmisches Wochenende im Südwesten
Hagelkörner häuften sich auf den Straßen, Keller waren mit Wasser vollgelaufen, Bäume lagen quer über den Fahrbahnen: Eine Unwetterfront ist am Freitagabend über Teile von Deutschland gezogen - und nun drohen neue Gewitter.
Die Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel sollen zunächst im Südwesten beginnen und sich dann nordostwärts ausbreiten. Betroffen sind die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
Laut DWD muss in diesen Regionen mit Sturmböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde und Hagelkorngrößen über zwei Zentimetern gerechnet werden. Starke Regenfälle können stündlich bis zu 25 Liter pro Quadratmeter bringen.
Tief "Elvira" bringe schwülwarme "Waschküchenluft" ins Land. Die Meteorologen rechnen auch am Sonntag mit kräftigen Gewittern und Regen. Morgens seien besonders der Westen und Südwesten betroffen. Zum Nachmittag soll es dann in fast allen Landesteilen mehr oder weniger stark gewittern. Einige der Gewitter könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei nicht vorherzusagen.
#Gewitterpotenzial in weiten Teilen Deutschlands, in der Mitte und im Süden hohes Potenzial für #Unwetter. /V pic.twitter.com/ADwU4EFH5O
— DWD (@DWD_presse) May 28, 2016
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In Rheinland-Pfalz sind die Menschen noch immer damit beschäftigt, die Folgen des Unwetters vom Vortag zu beseitigen. Am Samstagmorgen waren nach Erdrutschen und wegen umgestürzter Bäume noch immer Straßen gesperrt, so die Polizei.
Eine Bahnstrecke blieb am Samstagmittag ebenfalls noch gesperrt. Zwischen Hatzenport und Moselkern war ein Zug entgleist. Die 250 Fahrgäste konnten mit einem Ersatzzug weiterfahren, verletzt wurde niemand.
Auch auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt bekamen Reisende das Unwetter zu spüren, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Es kam zu 20 Flugausfällen sowie zu Verspätungen und Umleitungen. Ein Taxifahrer, der in Wiesbaden durch Regenmassen in seinem Auto eingeschlossen war, musste von Helfern befreit werden.
Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr.