Warnung des Präsidenten Tausende Kolumbianer fliehen vor Vulkanausbruch
Vulkan Nevado del Ruiz: Mehrere Flughäfen stellten ihren Betrieb ein
Foto: HANDOUT/ REUTERSBogotá - Tausende Menschen haben nach dem Ausbruch eines Vulkans in Kolumbien auf Anweisung der Behörden ihre Dörfer verlassen. Präsident Juan Manuel Santos teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, in dem Gebiet rund um den Vulkan herrsche Alarmstufe rot.
Aus dem 5300 Meter hohen Nevado del Ruiz stieg eine dicke Wolke aus Rauch und Asche auf. Mehrere Flughäfen stellten wegen der Staubwolken aus dem Vulkan vorübergehend ihren Betrieb ein. Die Eruption sei aber "nicht stark" und werde nicht von Lava begleitet, sagte ein Vertreter des Katastrophenschutzes.
Der Ausbruch weckt Erinnerungen an das Jahr 1985. Damals begrub eine Walze aus Schlamm, Steinen und Lava den Ort Armero unter sich. Bis zu 25.000 Menschen wurden getötet. Es war die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte Kolumbiens.
Santos rief die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Der Nevado del Ruiz liegt etwa 180 Kilometer westlich von der Hauptstadt Bogotá.