Vulkanausbruch in Japan Zahl der Todesopfer auf 47 gestiegen
Japanische Soldaten beim Einsatz am Ontake: Zahl der Vermissten unklar
Foto: REUTERS/KyodoNagano - Fünf Tage nach dem Ausbruch des Vulkans Ontake haben die Rettungskräfte in Japan elf weitere Leichen gefunden. Insgesamt sind damit 47 Tote bestätigt - die höchste Opferzahl bei einem Vulkanausbrauch in Japan seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklarheit herrscht nach wie vor über die Zahl der Vermissten, ein Anstieg der Opferzahl wird befürchtet.
Zunächst war von 48 Toten die Rede gewesen. Die Behörden korrigierten die Zahl, weil es offenbar Verwirrung beim Abtransport der Leichen gegeben hatte.
Wegen giftiger Gase und der Gefahr eines erneuten Ausbruchs musste der schwierige und gefährliche Einsatz in den vergangenen Tagen immer wieder unterbrochen werden. Am Donnerstag soll die Suche fortgesetzt werden.
Die Obduktion der ersten zwölf Toten ergab, dass die Opfer alle von Felssteinen erschlagen wurden, die der Vulkan durch die Luft geschleudert hatte. Luftaufnahmen zeigten, dass die Brocken auch das Dach einer Berghütte durchschlugen.
Der 3067 Meter hohe Ontake war am Samstag ausgebrochen. Seitdem durchkämmen rund tausend Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute das von einer zentimeterhohen Ascheschicht bedeckte Unglücksgebiet.