Vulkanausbruch auf den Philippinen: Vermisster Bergsteiger gerettet - DER SPIEGEL
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Vulkanausbruch auf den Philippinen Vermisster Bergsteiger gerettet

Nach dem Ausbruch des Vulkans Mayon bringen philippinische Rettungskräfte die Leichen von drei deutschen Touristen ins Tal. Die Bergungsaktion verläuft komplizierter als erwartet. Glück hatte ein als vermisst gemeldeter Bergsteiger aus Thailand.
Aschewolke über dem Mayon: Bergsteiger kamen bei Vulkanausbruch ums Leben
Aschewolke über dem Mayon: Bergsteiger kamen bei Vulkanausbruch ums Leben

Aschewolke über dem Mayon: Bergsteiger kamen bei Vulkanausbruch ums Leben

Foto: AP/ Phivolcs
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Manila - Spezialisten haben nach der Explosion am Vulkan Mayon auf den Philippinen mit der Bergung der fünf ums Leben gekommenen Bergsteiger begonnen. Unter den Toten sind drei Deutsche, eine in Deutschland lebende Spanierin und ein einheimischer Bergführer. Ein zunächst als vermisst gemeldeter thailändischer Bergsteiger konnte gerettet werden.

Boonchai Jattuporngong hatte großes Glück. Der 35-jährige Thailänder wurde am Mittwoch etwa einen Kilometer vom Krater entfernt entdeckt, sagte ein Mitarbeiter der Rettungsdienste. Der Bergsteiger sei geschwächt und habe sich einen Arm gebrochen, doch sonst sei sein Zustand stabil. Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion 27 Kletterer auf dem Vulkan. Zwölf wurden verletzt gerettet.

Die Toten wurden nahe dem Krater an einem "Kaninchenohr" genannten Ort entdeckt, sagte Armeeoberst Raul Farnacio. Die Retter mussten Verletzte ins Tal bringen, bevor sie mit der Bergung der Toten beginnen konnten. Der Versuch, die Leichen mit Hubschraubern abzutransportieren, scheiterte an schlechter Sicht.

Die Kletterer waren am Dienstagmorgen nach einer Explosion im Krater des fast 2500 Meter hohen Vulkans vermutlich von Geröll erschlagen worden. Eine offizielle Bestätigung der Todesursache gibt es noch nicht. Die Behörden wollen eine Autopsie durchführen. "Die Rettungsteams bringen die Leichen langsam herunter. Es ist schwierig, weil sich durch die Explosion sehr viel Geröll gelöst hat", sagte Marti Calleja vom Tourveranstalter der Gruppe. Die Opfer hatten sehr schwere Verbrennungen und Verletzungen erlitten und die Leichen seien in einem schlimmen Zustand, fügte er hinzu.

"Wir gingen ganz langsam und vorsichtig, weil dichter Nebel herrschte", sagte der verletzte Bergführer Kenneth Jesalva, der mit den Deutschen unterwegs war, der Zeitung "Philippine Star". "Dann haben die Gesteinsbrocken uns plötzlich erfasst." Er habe ausweichen können, seine Gäste nicht. Nicanor Mabao, ein weiterer Bergführer, hörte einen lauten Knall "wie Donner", berichtete er der Zeitung "Daily Inquirer". "Ich wusste sofort, dass der Mayon explodiert war." Kurz darauf wurde die Gruppe von heißen Gesteinsbrocken getroffen. Er erlitt Verbrennungen am Bein und wurde am Kopf verletzt.

wit/dpa

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