Vulkanausbruch auf Java Tausende auf der Flucht
Yogyakarta - Der Bergrücken hielt bislang größere Lavaströme auf, teilten die indonesischen Behörden mit. Nun würden die West- und Südwesthänge von der Lava und heißen Gaswolken bedroht, erklärte das Vulkanologische Institut in Yogyakarta. Immer mehr Menschen flüchteten aus ihren Dörfern, hieß es. Bis gestern Abend hatten rund 3700 Menschen in den Notaufnahmelagern am Fuße des Vulkans Zuflucht gefunden. In den vergangenen Wochen waren bereits Zehntausende Anwohner aus der Umgebung des Merapi in Sicherheit gebracht worden.
Die internationale Hilfe nach dem schweren Erdbeben Ende Mai läuft nach UN-Angaben auf Hochtouren. Die logistischen Engpässe seien überwunden, es gebe vermutlich kein Dorf mehr, das noch keine Hilfslieferungen erhalten habe, sagte der UN-Hilfskoordinator für Indonesien, Bo Asplund. Es würden keine weiteren Feldlazarette mehr benötigt. Dafür gebe es aber weiter Bedarf an medizinischer Versorgung. Die Hilfsleistungen würden sich bald darauf konzentrieren, Unterkünfte für die obdachlos gewordenen Menschen zu finden, sagte Asplund.
Bei dem Erdbeben am 27. Mai waren nach neuen offiziellen Angaben fast 5800 Menschen getötet worden, mehr als 36.000 Menschen wurden verletzt. Rund 200.000 Menschen wurden obdachlos.
aki/AFP