Wäschewerbung: Zu heißer Blick durchs Schlüsselloch - DER SPIEGEL
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Wäschewerbung Zu heißer Blick durchs Schlüsselloch

Als "anstößig" hat der britische Werberat ein Plakat bezeichnet, mit dem Supermodel Elle McPherson für ihre Unterwäsche-Kollektion wirbt. Das fleischfarbene Dessous ist nämlich erst auf den zweiten Blick zu erkennen.
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London - Unter dem Slogan "Lieber nackt als Pelze tragen" ließ sich das australische Topmodel Elle McPherson bereits nackt ablichten - das war in Ordnung, denn es war ja für einen guten Zweck, den Tierschutz. Doch jetzt ging die als geschäftstüchtig geltende McPherson zu weit.

Mit einem pikanten Foto, das in der britischen "Vogue" veröffentlicht wurde, bringt "The Body" - wie McPherson in der Werbebranche genannt wird - ihre Dessousmodelle ins Gerede: Scheinbar durch ein Schlüsselloch fotografiert, ist da der Torso einer Frau zu sehen, bekleidet mit fleischfarbener Unterwäsche. Der mit einem schwarzen Schleifchen verzierte Slip wird tatsächlich erst auf den zweiten Blick erkennbar.

Die Daumen hat das Model in den Slip eingehakt, fast scheint es, als masturbiere die Frau. Kein Wunder also, dass bei der britischen Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) eine Beschwerde einging - mit Erfolg: Inzwischen hat die ASA das Plakat als "anstößig" bewertet und die Werbeagentur aufgefordert, das Bild nicht wieder zu drucken.

Die Werbeagentur argumentierte dagegen, es sei die erste Werbekampagne für McPhersons Lingerie-Kollektion Intimates, für die "The Body" nicht selbst in die Dessous geschlüpft sei. Man habe sich daher entschieden, das Gesicht des neuen Models nicht zu zeigen. Nach Meinung der Werber zeigt das Bild einen intimen Moment im Leben einer Frau, die Fotografie verkörpere Luxus, Weiblichkeit und Stil.