Waldbrände Bush ruft Notstand in Kalifornien aus
Washington - Bush ordnete den Einsatz der Bundesbehörden im Kampf gegen die Flammen an, wie das Weiße Haus am gestrigen Samstag in Washington erklärte. Der Präsident habe die Behörde für innere Sicherheit sowie die Bundesbehörde für Katastrophenmanagement (FEMA) angewiesen, die Rettungsarbeiten zu koordinieren, "um das Leiden und die Probleme der Menschen vor Ort zu verringern". Am vergangenen Freitag hatte Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger Bush um die Ausrufung des Notstands gebeten, da die örtlichen Einsatzkräfte die Brände nicht allein in den Griff bekämen.
Die Waldbrände wüten seit mehr als einer Woche im Norden Kaliforniens. Bislang wurden den Behörden zufolge etwa 1.040 Quadratkilometer Land ein Raub der Flammen. Das entspricht etwa vier Mal der Fläche der Stadt Frankfurt am Main. Die Behörden fürchteten, dass sich die Lage am Wochenende weiter zuspitzen könnte, weil Meteorologen neue Gewitter angekündigt haben. Die meisten Brände wurden am vergangenen Wochenende von Blitzeinschlägen verursacht.
Die mehr als 12.000 Feuerwehrleute des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates kämpfen mit bislang wenig Erfolg gegen die mehr als tausend Brände. Eine Sprecherin der kalifornischen Feuerwehr, Cheri Patterson, sagte am gestrigen Samstag, bislang sei keines der Feuer unter Kontrolle gebracht worden.
Alleine in der Siedlung Big Sur waren mehr als 500 Gebäude von den Flammen bedroht. Ein Highway musste auf einer Strecke von rund 20 Kilometern gesperrt werden. Südlich der Stadt verbrannte eine Fläche von fast 240 Quadratkilometern, mehrere Häuser wurden zerstört. Wegen starker Rauchentwicklung wurden die Menschen in der Bucht von San Francisco und im Central Valley aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.
Kalifornien leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Dürre. Im vergangenen Oktober hatten Waldbrände 2000 Häuser zerstört. Acht Menschen kamen ums Leben, 640.000 Menschen wurden durch die Brände vertrieben.
cjp/AP/AFP