Waldbrände in den USA: "Die Situation ist weiter kritisch" - DER SPIEGEL
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Waldbrände in den USA "Die Situation ist weiter kritisch"

In den USA sind die schweren Wald- und Buschbrände weiter auf dem Vormarsch. Unterdessen kann die Feuerwehr erste Erfolge verbuchen: Löschmannschaften gelang es, den größten einzelnen Brandherd unter Kontrolle zu bringen.
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Portland - Das Feuer in Lakeview in Süden des Bundesstaates Oregon wurde am Sonntag eingedämmt, wie das US-Zentrum zur Brandbekämpfung in Boise, Idaho, mitteilte. Das Feuer hatte 50.000 Hektar Wald erfasst. Im Bundesstaat Washington konnten die Feuerwehrleute mit Unterstützung von Löschhubschraubern rund 200 Häuser im Ort Leavenworth vor einer heranrückenden Flammenwalze schützen. Der 160 Kilometer westlich von Seattle gelegene Ort mit 10.000 Einwohnern ist einem bayerischen Dorf nachgebildet und gilt als beliebtes Touristenziel.

Insgesamt haben die Waldbrände bereits 160.000 Hektar Land in insgesamt neun Bundesstaaten der USA erfasst. Nach Angaben des Brandbekämpfungszentrums sind insgesamt mehr als 26.000 Feuerwehrleute im Westen der USA im Einsatz, darunter allein 750 in Leavenworth. "Wir sind bei der Zahl der Feuerwehrleute an der oberen Kapazitätsgrenze angelangt", sagte ein Sprecher des Zentrums. Es gebe Fortschritte, doch die Lage in Washington sei weiter kritisch.

Elf neue Brände

Allein am Wochenende brachen in den USA elf neue Feuer aus, darunter ein Brand im Yosemite Nationalpark in Kalifornien. Dort standen 340 Hektar Wald in Flammen. Der größte noch lodernde einzelne Brandherd wurde aus dem Spaulding Canyon in Nevada gemeldet, wo 30.000 Hektar Waldland in Flammen stehen. Der Brand sei jedoch bereits zu 75 Prozent unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Trotz starker Winde machten die Löschtrupps in Nevada bei der Brandbekämpfung hervorragende Fortschritte.

Heißes Wetter, starke Winde und Blitzeinschläge haben die Feuergefahr in diesem Jahr besonders erhöht. Bislang wurden knapp 56.000 Brände gezählt, im Vergleich zu 68.000 für das gesamte Vorjahr.