Waldbrände in Spanien 150 Brandherde, zwei Tote
Madrid - In der nordwestlichen Region Galizien mussten wegen der Brände mehrere Menschen in Sicherheit gebracht werden. Dort waren die Flammen bis zu den Außenbezirken der Regionalhauptstadt Santiago vorgedrungen, die zu den wichtigsten Pilgerstätten des Christentums zählt.
Allerdings mussten nach Angaben der Behörden bis auf einzelne Häuser am Stadtrand keine Siedlungen geräumt werden. Für die Feuerwehr wurde Großalarm ausgelöst. In Santiago de Compostela soll sich nach christlicher Überlieferung das Grab des Heiligen Jakob, des Schutzpatrons von Spanien, befinden.
In der Region fielen am Wochenende mehr als 4000 Hektar Wald- und Buschland den Flammen zum Opfer. Bei Pontevedra verbrannten am Freitag zwei Frauen in einem Auto, die mit ihrem Fahrzeug auf einer Landstraße von einem Flammenmeer eingeschlossen worden waren.
Etwa 150 Brandherde registrierte die Feuerwehr in der Gegend, die meisten waren mutwillig gelegt worden. Die Behörden gehen davon aus, dass die Brandstifter gezielt in der trockensten Jahreszeit zuschlugen, um möglichst großen Schaden anzurichten. Die Tatmotive sind noch unklar.
In Katalonien, im Nordosten Spaniens, mussten in der Region von Gerona fünf Dörfer wegen eines Waldbrandes geräumt werden. Mehr als 450 Menschen verloren für kurze Zeit ihr Zuhause, mussten bei Bekannten, in einer Sporthalle oder in Gemeindezentren übernachten. Darunter waren auch 80 Gäste eines Hotels. Sie konnten später in ihre Unterkünfte zurückkehren.
In Katalonien brannten am Wochenende mehr als 1000 Hektar Wald nieder. Die Innenministerin der autonomen Region, Montserrat Tura, wies jedoch darauf hin, dass die Schäden sich in Grenzen hielten. Das von dem Feuer betroffene Gebiet galt ökologisch als nicht besonders wertvoll.
Im vergangenen Jahr kamen bei Waldbränden in Spanien 17 Menschen ums Leben, elf der Opfer waren Feuerwehrleute.
dan/AP/dpa