Warnemünde Tornado fegte durch Ostseebad
Rostock/Hamburg - Ein Tornado hat am Samstagabend im Ostseebad Rostock-Warnemünde Menschen verletzt und Verwüstungen angerichtet. Es gab mindestens fünf Verletzte, die sich mit Platzwunden und Prellungen in ambulante Behandlung begeben mussten, wie die Polizei mitteilte.
Strittig sei bei Augenzeugen gewesen, ob es sich bei dem Ereignis auf der Strandpromenade nahe des historischen Leuchtturms um eine einzige Windhose gehandelt habe oder um zwei aufeinander folgende. Pavillons, Kioske und Telefonzellen wurden den Angaben zufolge zerstört, ihre Trümmerteile seien durch die Luft gewirbelt worden. Bänke seien umgekippt und auf der Promenade entlang geschoben worden. Dem Tornado folgten im Bereich Warnemünde noch starke Gewitter. Der Sachschaden wird auf 12.000 Euro geschätzt.
Erst vor einer knappen Woche hatte ein Wirbelsturm die Insel Usedom in Vorpommern heimgesucht und dort mehrere Hundert Bäume zu Fall gebracht und Gebäude beschädigt. Nach Darstellung der Wetterexperten auf der Insel Hiddensee sind die Tornados auf die relativ großen Temperaturunterschiede zwischen der sich abkühlenden Luft und der noch relativ gut aufgeheizten Ostsee zurückzuführen. Auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen hatte es bei den Unwettern der vergangenen Woche in einzelnen Städten Tornados gegeben.