Warum bento jetzt anders aussieht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Warum bento jetzt anders aussieht – und was sich sonst noch verändert

Wir haben renoviert!
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Hallo! Schön, dass du bento liest. Solltest du öfter bei uns vorbeischauen, ist es dir wahrscheinlich sofort aufgefallen: Wir haben renoviert und sehen jetzt ein bisschen anders aus. Weniger gelb, grün, rot. Stattdessen: viel blau. Eine andere Schrift. Alles wirkt etwas ruhiger. 

Außerdem hast du in den vergangenen Wochen und Monaten vielleicht bemerkt, dass wir uns inhaltlich weiterentwickeln. Weniger kürzere Nachrichten, kaum noch Quizartikel und Listen. Stattdessen recherchieren wir jetzt längere Geschichten, bieten mehr Hintergrund. Über junge Leute, die unsere Gesellschaft, die unsere Politik verändern wollen. Sie kämpfen für Klimaschutz, gegen Alltagsrassismus und Armut. Junge Leute, die vielleicht nur noch halbtags arbeiten wollen, und trotzdem Chefin oder Chef werden können. Kurz: Sie wollen vieles besser machen als ihre Eltern und machen auf jeden Fall vieles anders. 

All das soll bei bento Platz finden – deshalb haben wir neue Serien angestoßen. Zum Beispiel sprechen wir für "Radikal jung" mit jungen Menschen, die die Dinge selbst in die Hand nehmen – egal ob es um die SPD oder Seenotrettung geht. Menschen wie Kevin Kühnert, Ria Schröder und Ali Can haben mit uns darüber geredet, für wie radikal sie sich selbst halten – und warum radikal sein manchmal nötig ist. 

Wir wissen auch, dass die Lebenswelt unserer Generation eine andere ist als die unserer Eltern. Wir haben zum Beispiel den Mauerfall kaum erlebt, die Konsequenzen aber schon. Marc Röhlig ist in seine Heimat gefahren, nach Gera, und hat dort seine Kindergartenfreunde getroffen. Daran erzählt er deutsche Geschichte.

Und wir schauen uns an, wie sich die alte Arbeitswelt wandelt (und wandeln muss!): Katharina Hölter ist an den Bodensee gefahren, um mit zwei weiblichen Führungskräften eines Sportartikelherstellers über Generationenkonflikte, Frauenquote und Greta Thunberg zu sprechen. Sarah Klößer hat für eine Nacht ein Escort-Girl begleitet, das so ihr Studium finanziert. 

Wir beschäftigen uns mit dem, worüber gerade alle jungen Leute reden: Hanna Zobel hat der Sängerin Billie Eilish Fragen zu Depression und Selbstliebe gestellt. Und in der Reihe "Hypegeist" ergründen wir zum Beispiel, ob hinter dem XXL-Jeansjacken-Trend nicht vielleicht eine Sehnsucht nach Mama und Papa steckt.

Warum erfinden wir bento gerade ein bisschen neu? Naja, wir haben auf euch, unsere Nutzerinnen und Nutzer, gehört. Schnelle News findet ihr überall. Was euch bisher oft noch fehlt, ist ausreichend Platz für die konsequent junge Perspektive – klug und durchdacht, fordernd und deutlich. Diese Perspektive ist wichtiger und aktueller denn je: Im vergangenen Jahr haben junge Leute gezeigt, dass es ohne sie nicht weitergeht: bei Seebrücken- und "Fridays for Future"-Demos und in den Debatten um CDU-Zerstörer Rezo. 

Wir liefern Hintergründe, wir möchten eure Meinungen abbilden und eure Gesichter zeigen – als bento, das junge Magazin vom SPIEGEL. Ihr sollt euch von uns vertreten und verstanden fühlen, aber auch provoziert und inspiriert. 

Wir freuen uns auf das, was vor uns liegt. Schreibt uns bei Instagram , Facebook , Twitter  oder per Mail an redaktion@bento.de , wenn ihr Ideen, Anregungen oder Kritik habt.