Was haben Sie da gedacht, Monsieur De Winne?
»Ich war nervös. In wenigen Stunden sollte ich das erste Mal ins All fliegen, doch vorher mussten wir uns noch verabschieden, wie das bei meinen russischen Kollegen üblich ist. Normalerweise sitzt man in einer Ecke und schweigt für eine halbe Minute. Oder man schaut den Lieblingsfilm von Jurij Gagarin an, dem ersten Menschen im Weltraum. Kurz vor dem Start kommt dann ein Priester, der jedes Crewmitglied mit heiligem Wasser segnet. Ehrlich gesagt war ich auf ein paar Tropfen vorbereitet, nicht auf eine Suppenkelle Wasser. Ich war als Letzter dran, dann gingen wir zu dritt zur Rakete. Mir gefällt dieses Ritual. Es hat Charme und nimmt die Anspannung. Geholfen hat es auch: Wir sind gut auf der Raumstation angekommen, und die dortigen Kollegen haben sich riesig über mein Mitbringsel gefreut: belgische Pralinen.«