Was haben Sie da gedacht, Señora Coussig?
»Ich war mit Freunden zum Senat gefahren, um gegen Pinochets Unterdrückungspolitik zu demonstrieren. Es war nicht das erste Mal, stets haben wir unsere Ablehnung still, allein durch unsere Anwesenheit gezeigt. Wir hielten Fotos von Vermissten hoch, als im Senat Pinochets Verzichterklärung verlesen wurde. Diese Frau, die ich nie zuvor gesehen hatte, beschimpfte uns als Kommunistenschweine, immer wieder fasste sie in mein Gesicht, verteidigte Pinochets Politik. Da bin ich ausgerastet und habe zugeschlagen. Denn die Wahrheit ist: Unter seiner Herrschaft gab es keine Gerechtigkeit. Auch mein Vater verschwand unter Pinochets Diktatur, er hatte mit den Kommunisten sympathisiert. Das war für mich der Zeitpunkt, an dem er starb. Er wurde nie gefunden.«