Was war da los, Herr Childs? - DER SPIEGEL
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Was war da los, Herr Childs?

Der kenianische Tierforscher Anthony Childs, 32, über seine Abneigung gegen Turnschuhe
• aus DER SPIEGEL 3/2008
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

»Bis heute schimpft meine Mutter mit mir, wenn sie erfährt, dass ich während der Arbeit nur Sandalen trage. Dabei spiele ich hier bloß, ich entlasse gerade eine der weltweit größten Speikobras wieder in die Freiheit. Natürlich hat sie mich zum Abschied noch einmal wild bespuckt, aber auf der Haut ist das Gift zum Glück harmlos. Erst wenn es in die Augen oder ins Blut gerät, wird es lebensgefährlich. Zwei Wochen zuvor hatte eine Farmerin das Tier entdeckt und uns sofort alarmiert. Ich arbeite für die Bio-Ken-Schlangenfarm in Kenia, wir halten dort etwa 300 Schlangen. Wir melken sie und lassen aus ihrem Gift beispielsweise Antiseren herstellen. Mit diesem Prachtexemplar haben wir noch verschiedene DNA-Tests gemacht, weil man eine so große, fast drei Meter lange Speikobra seit Jahren nicht mehr gesichtet hatte. Dank unserer Untersuchungen konnten wir sie jetzt als eine eigene Art eintragen: Naja ashei haben wir sie getauft, nach dem Gründer unserer Farm, James Ashe.«

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