Washingtoner Mordserie Heckenschützen droht Todesstrafe
Washington - Zur Zeit sitzen Muhammad, 41, und Malvo, 17, im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses in Alexandria, Virginia. In diesem Staat gibt es die Todesstrafe. CNN will erfahren haben, dass Malvo in Fairfaix County im Norden Virginias der Prozess gemacht wird. Dort soll er die FBI-Beamtin Linda Franklin niedergeschossen haben. Muhammad wird in Prince William County vor Gericht gestellt, wo Dean Harold Briggs erschossen wurde, als er in Manassas seinen Wagen voll tankte.
Das Tauziehen um die Heckenschützen, die in Alabama, Louisiana und in der Region Washington insgesamt zwölf Menschen getötet und fünf verletzt haben, ist damit vorläufig beendet. Bisher war es unklar, ob die mutmaßlichen Serienkiller in Maryland abgeurteilt würden, wo es keine Todesstrafe gibt, oder in einem der anderen Staaten, in denen sie ihr Unwesen trieben.
Es wird spekuliert, dass US-Justizminister John Ashcroft in dem Streit der verschiedenen Bundesstaaten um den Prozess gegen die beiden Männer Virginia bevorzugt, weil dort im Unterschied zu Maryland auch Jugendliche hingerichtet werden können. Außerdem hat Virginia generell die schärferen Gesetze.
Inhaltlich wird die Entscheidung laut CNN damit begründet, dass die Polizei in Atlanta, Georgia, klar gemacht hat, dass ein Verbrechen dort, das Muhammad und Malvo angekreidet wird, eine Verbindung hat zu den Fällen in Washington. Dies reichte den Bundesbehörden offenbar aus, dass Maryland als Verhandlungsort nicht mehr in Frage kommt, obwohl die Sniper dort die meisten Morde verübten.