Watergate-Affäre: Verschwörer Howard Hunt ist tot - DER SPIEGEL
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Watergate-Affäre Verschwörer Howard Hunt ist tot

Er war CIA-Agent, Organisator eines Staatsstreichs in Guatemala und der Invasion in der Schweinebucht und Autor von mehr als 80 Büchern. In die Geschichtsbücher wird Howard Hunt aber vor allem als einer der Hintermänner von Watergate eingehen. Jetzt starb er im Alter von 88 Jahren.
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Miami - Die fünf Männer gingen zu stümperhaft ans Werk und der Polizei in die Fänge. Sie brachen am 17. Juni 1972 in das Hauptquartier der Demokratischen Partei ein und wollten nach Material suchen, das im bevorstehenden heißen Wahlkampf gegen den Gegner verwendet werden könnte. Der Rest ist Geschichte. Der Einbruch stürzte die USA in eine nationale Krise und zog nach sich, dass Richard Nixon als der bislang einzige US-Präsident in der Amtszeit seinen Hut nehmen musste.

Einer der Organisatoren des Watergate-Einbruchs, Howard Hunt, ist gestern im Alter von 88 Jahren gestorben. Dies teilte die Kirche Hunts in Miami mit. Als Watergate-Einbrecher wollte Hunt sich nie bezeichnen lassen. Er sei ein Watergate-Verschwörer gewesen, erklärte er. Noch während er beim CIA arbeitete, warb er vier der fünf Männer an, die schließlich am 17. Juni 1972 in das Hauptquartier der demokratischen Partei im Watergate-Haus in Washington einbrachen.

Bei einem von ihnen wurde Hunts Telefonnummer gefunden. Die fünf Männer, Hunt und ein weiterer Verschwörer, Gordon Liddy, wurden drei Monate später angeklagt. Hunt verbrachte 33 Monate im Gefängnis.

Die Ermittlungen zu dem Einbruch machten auch die Verwicklung des Weißen Hauses und von Nixon in den Fall deutlich, so dass der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren einleitete, dem der Präsident mit seinem Rücktritt zuvor kam.

dab/AFP/AP/dpa