Wedel über Nitsch "Sie nahm Koks wie Schnupftabak"
Hamburg - "Man konnte manchmal kaum mit ihr reden", sagte Wedel der "Bild"-Zeitung. Allerdings seien Alkohol und Drogen bei der Arbeit nie ein Problem gewesen. Nitsch habe nicht nur ihr Leben ausgelöscht, "sie zertrümmerte auch ihren Körper, das Werkzeug des Künstlers".
Zum Grund für den mutmaßlichen Selbstmord sagte Wedel: "Schlechte Rollen haben sie kaputtgemacht. Sie musste ihr Pfund in zu kleiner Münze ausgeben." In ihrem letzten Film mit Heiner Lauterbach habe sie leblos, resigniert und verzweifelt gewirkt. Sie habe ihr Privatleben dem Beruf geopfert, sagte Wedel. "Sie verzichtete auf Familie, feste Beziehung und Kinder."
In letzter Zeit habe Nitsch aber keine vernünftigen Rollen mehr gefunden. "Sie hat mir gesagt: 'Eher nage ich am Hungertuch, als dass ich TV-Kommissarin werde.'"
Der "Bild"-Zeitung zufolge wurden im Blut der Schauspielerin Rückstände von Alkohol und Schmerzmitteln gefunden. Nach der ersten Blutanalyse gehe die Münchner Polizei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" davon aus, dass Nitsch sich umbringen wollte. Sie war vorgestern aus einem Dachfenster ihrer Wohnung gestürzt.
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Zuvor war berichtet worden, dass sich die Schauspielerin bereits in der Vergangenheit in lebensgefährliche Situationen begeben hat. "Bunte Online" berichtet, sie habe sich auf Straßenbahnschienen gelegt, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.