Wegen Ehebruchs Nigerianer zum Tod durch Steinigung verurteilt
Nairobi/Abuja - Das Gericht im nordnigerianischen Distrikt Ningi sprach Yunusa Rafin Chiyawa nach Medienberichten am Freitag schuldig. Der zweifache Vater hatte ein Verhältnis mit der Frau seines Freundes gestanden. Laut den Behörden in der Hauptstadt Abuja hat der Verurteilte nun 30 Tage Zeit, Einspruch gegen sein Todesurteil einzulegen.
Seit der umstrittenen Einführung der Scharia in mehreren Bundesstaaten des westafrikanischen Landes waren bereits zwei mutmaßliche Ehebrecherinnen zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Während die eine, Safyia Hussaini, von einem Berufungsgericht freigesprochen wurde, erhielt die andere eine eineinhalbjährige Gnadenfrist, um zunächst ihr Kind zu erziehen. Im Januar 2004 soll das Gericht dann erneut über das Schicksal der angeklagten Amina Lawal entscheiden.