Karneval: Die Narren sind los
Weiberfastnacht Da wirst du jeck
Köln/Düsseldorf - In Mainz gingen die Weiber auf Krawattenjagd, in Düsseldorf stürmten die Möhnen (Weiber) das Rathaus und nahmen den Bürgermeister gefangen, in Köln ließ das Dreigestirn die Narren los: Pünktlich um 11.11 Uhr hat an Weiberfastnacht der Straßenkarneval begonnen.
Vielerorts ging in Schulen und Kindergärten die Party allerdings bereits zu Unterrichtsbeginn um 8 Uhr los. In den Bahnen Richtung Köln waren die Nicht-Kostümierten in der Minderheit. Manche Fernreisende hatten bereits während der Nacht im Zug durchgefeiert, sodass sie bereits ziemlich angeheitert eintrafen. Vor dem Hauptbahnhof bot sich ihnen am Kölner Dom ein bemerkenswerter Anblick: Dort fuhren als Skifahrer verkleidete Narren die Treppen zum Hauptbahnhof hinunter.
In Köln lautet das Karnevalsmotto in diesem Jahr "social jeck - kunterbunt vernetzt". In Düsseldorf feiern die Narren nach der Devise "traumhaft jeck".
Im Südwesten übernahmen vielerorts die Mäschgerle das Zepter. Sie kennen den Donnerstag vor Aschermittwoch als den "Schmotzigen Dunschdig". Die schwäbisch-alemannische Fastnacht beginnt bereits vor Sonnenaufgang mit Musik und viel Krach. Später ziehen die Narren in vielen Städten durch die Straßen und befreien Schulen, Kindergärten oder Firmen.
Wenig Gehör dürfte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bei den Narren mit dem Hinweis finden, während der kommenden Tage Alkohol nur in Maßen zu trinken. "Zum Lustigsein braucht man nicht unbedingt Alkohol", sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Wer auf das eine oder andere Glas verzichte, sei außerdem Vorbild für Jugendliche.