Weiberfastnacht: Schnipp, Schnapp, Schlips ab! - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Weiberfastnacht Schnipp, Schnapp, Schlips ab!

Pünktlich um 11.11 Uhr haben in den Karnevalshochburgen die närrischen Weiber Rathäuser und Chefetagen gestürmt. Zehntausende fröhlicher Jecken feierten schunkelnd und singend in die "tollen Tage". Themen der diesjährigen Fastnacht in Mainz werden unter anderem Verona Feldbusch, Naddel und die Spendenaffäre seien.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf/Mainz - Scharen ausgelassener Narren feierten bei strahlend blauem Himmel ins Karnevalsfest hinein. In der Weiberfastnachts-Hochburg Bonn-Beuel zogen am Donnerstag hunderte maskierte Weiber durch den rechtsrheinischen Stadtteil zum Rathaus, um es zu stürmen. Wäscherprinzessin Yvonne I. führte die Beueler "Wiever" auf ihren Beutezügen an.

Besonderen Grund zum Feiern gab es in Düsseldorf: Den dortigen Karneval gibt es in diesem Jahr seit 175 Jahren. Im Rheinland erlagen die Verwaltungen dem Ansturm der Weiber. Telefonanrufe wurden nur noch mit Helau oder Alaaf beantwortet.

Im Süden der Republik, in München, heißt die Weiberfastnacht "unsinniger Donnerstag", doch werden auch dort den Männern die Krawatten gekürzt. Die Revierstadt Dortmund wollte offensichtlich auch mal die Nase vorne haben: Hier stürmten die Narren bereits um 10.11 Uhr das Rathhaus, also eine Stunde zu früh.