Weihnachtsbotanik: In 20 Bäumen um die Welt - DER SPIEGEL
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Weihnachtsbotanik In 20 Bäumen um die Welt

Von Bogota bis Seoul - allerorten haben sich dieser Tage Tannen, Fichten & Co. besonders fesch herausgeputzt. Ein heidnischer Brauch hat zu Christi Geburt mal wieder Hochkonjunktur. Reisen Sie mit SPIEGEL ONLINE einmal um die Welt - von Konifere zu Konifere.
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Hamburg - Rund 27 Millionen Bäume tauschen allein in Deutschland zu Weihnachten ihr frostiges Außenquartier gegen die wohlige Wärme eines Wohnzimmers ein - wenn auch wohl mehr zur Freude der dort lebenden Menschen als zur eigenen. Der Brauch wurde jedoch keineswegs zu Ehren des Christkinds erfunden. Vielmehr war es schon in ältesten Kulturen üblich, sich in der Winterzeit in die Gesellschaft von Nadelhölzern zu begeben. Da war Christus noch gar nicht gezeugt, pardon verkündet. Was nicht nur zur Sommerzeit grünte, symbolisierte das Leben. Die Bäume sollten Geister gnädig stimmen. Weihnachten wird erst seit neuester Zeit mit dem Baum gefeiert.

Und das auf der ganzen Welt. Nicht nur Christen ergreifen die Gelegenheit zum Feiern beim Schopfe. Besuchen Sie mit uns die Christbäume rund um den Globus und sehen Sie selbst:

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Weihnachtsbotanik: In 21 Bäumen um die Welt

Foto: AP

Doch Obacht: Nicht alles was glitzert, ist ein Christbaum. Aber auch nicht jeder Christbaum, der glitzert, ist der reinste Grund zur Freude. Gerade die kleinen Exemplare dieser Spezies, die es sich nicht selten im heimischen Wohnzimmer bequem gemacht haben, haben es oft faustdick hinter den Nadeln.

So fühlen sich gerade in diesen feierlichen Tagen Wissenschaftler, Polizisten und Versicherer berufen, dem unbedarften Christbaumhalter mit bitter notwendigem Rat zur Seite zu stehen. Denn der Weihnachtsbaum, so wird gewarnt, kann durchaus ein gefährlicher Geselle sein.

Christbäume, die seit Ende November vor sich hin trockneten, etwa mahnt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute besorgt an, seien eine große Brandgefahr. Weil trockene Tannennadeln explosionsartig aufloderten, sollten Kerzen darum nie unbeaufsichtigt brennen. "Wenn es doch zur Katastrophe kommt, bitte nicht mit Löschwasser geizen", bittet Verbandssprecher Rolf Jung. Soll man doch an Weihnachten ohnehin nicht geizen. Die Hausratversicherung, tröstet denn auch Jung, ersetze nicht nur verbrannte, sondern auch durch Löschwasser ruinierte Sachen.

Doch nicht jeder Schutz ist so natürlich wie ein Eimer Wasser neben dem Baum. Nach Angaben der Deutschen Angestellten-Krankenkasse sind Christbäume oft mit Flammschutzmitteln behandelt. Neben Schäden für die Umwelt hätten die Gifte in Brand- und Insektenschutzmitteln auch schädliche Wirkungen auf empfindliche Menschen, vor allem Kinder.

Überhaupt sollte man an Weihnachten ein größeres Herz für Kinder haben. Denn auch seelischer Schaden am Fuße des Christbaums ist keine Seltenheit. Wer steht schon gern unter den aufmunternden Blicken der Eltern vor der geschmückten Fichte und trällert "O Tannenbaum". Alleine vorsingen zu Weihnachten ist für viele kleine Kinder eine Qual. Die wenig überraschende Erkenntnis haben Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Braunschweig herausgefunden. "Das Vorsingen ist für sie mit einem erhöhten Stresspotenzial verbunden", sagte Grit Sommer, eine der Leiterinnen der Studie. Grund dafür seien vermutlich Gefühle wie Scham, Schüchternheit, Verlegenheit oder Stolz. Achso.