Weltweiter Flashmob: Hosen runter in der U-Bahn - DER SPIEGEL
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Flashmob: Hosen runter in der U-Bahn

Foto: MARIO TAMA/ AFP

Weltweiter Flashmob Hosen runter in der U-Bahn

Sie verhielten sich wie immer, lasen Zeitung, unterhielten sich, hörten Musik, was man so tut in der U-Bahn. Doch das war Teil der Idee: Sich nichts anmerken lassen - und keine Hose tragen. Tausende Menschen haben bei einem weltweiten Flashmob Bein gezeigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Seit es Flashmobs gibt, muss man auf alles gefasst sein, jederzeit und überall: Da beginnen auf einmal Hunderte auf einem öffentlichen Platz, nach der bekannten Choreografie zu Michael Jacksons Hit "Thriller" zu tanzen oder halten alle zugleich still, als seien sie zu Stein geworden. Die Teilnehmer verabreden sich im Internet zu den Aktionen, wer nicht zu den Eingeweihten gehört, zweifelt an seiner Wahrnehmung.

So geschah es am Sonntag gleich in mehreren Städten weltweit: Die Gruppe "Improv Everywhere" hatte dazu aufgerufen, die Hosen runterzulassen. Seit 2001 findet die Aktion jedes Jahr statt. Anfangs sollen es sieben Menschen gewesen sein, die in New York Bein zeigten. Es wurden mehr und mehr, am Sonntag waren es Tausende, die sich in insgesamt 60 Städten in U-Bahnen begaben, normal verhielten - nur eben keine Hosen anhatten.

Nicht überall lief alles reibungslos, in Madrid verhinderten Sicherheitsbeamte, dass die Halbnackten die U-Bahn-Station betraten. Viele Passanten beäugten die Aktivisten mit kritischem Blick. Dan Becherano, Organisator der Aktion, sagte, es gehe um Spaß, darum, zu zeigen, wie man mit Menschen zusammenkommen kann, die man nicht kennt.

"Das Wichtigste", fügte Becherano aber hinzu, "sind die Opfer, die Reaktion der Menschen, die nicht involviert sind."

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