Westerwald Zwei Tote bei Tragschrauber-Absturz
Wrackteile am Unglücksort: Abgestürzt aus hundert Metern
Foto: Jürgen Mahnke/ dpaBreitscheid - Beim Absturz eines Tragschraubers im Westerwald sind am Samstag beide Insassen gestorben. Das offene Leichtflugzeug mit Propeller stürzte gegen 15 Uhr nach einem Rundflug beim Landeanflug 150 Meter vor dem Flugplatz Breitscheid im hessischen Lahn-Dill-Kreis ab, teilte die Polizei mit. Der kleine Flugplatz liegt an der Grenze zwischen Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Das Fluggerät sei aus etwa hundert Metern Höhe heruntergefallen - "wie ein Stein", sagte ein Polizeisprecher. Der 59 Jahre alte Pilot aus Herborn und der 26 Jahre alte Mitflieger aus der Nähe von Frankfurt am Main waren sofort tot. Vermutlich hatte der jüngere Insasse den Rundflug gebucht, so der Sprecher.
Der Tragschrauber sei 20 bis 30 Meter von einem wenig benutzten Waldweg entfernt ins Gebüsch gestürzt. Weitere Personen wurden den Angaben zufolge nicht verletzt. Das Fluggerät wurde komplett zerstört.
Die Gründe für das Unglück sind unklar. Ein Experte des Luftfahrtbundesamtes untersuchte die Trümmer an der gesicherten Unfallstelle. Der Polizeisprecher konnte nicht sagen, wann mit Ergebnissen zu rechnen sei.
Tragschrauber ähneln Hubschraubern, besitzen aber einen Rotor und einen Propeller. Die Rotorblätter der Fluggeräte werden vom Fahrtwind angetrieben. Für den Vortrieb sorgt meist ein motorbetriebener Propeller am Heck der Maschine. Das Fluggerät wurde 1923 von einem Spanier entwickelt.