Wetten, dass...? 20 Jahre "bockiges Beharrungsvermögen"
Auf die Jubiläumsausgabe wird eine Shownacht folgen, deren Ablauf ZDF-Show-Chef Viktor Worms in Anwesenheit der "heiligen drei Könige" (Worms) der "Wetten, dass...?"-Moderatoren Frank Elstner (1981 - 1987), Wolfgang Lippert (1992 -1993) und Thomas Gottschalk (1987 - 1992 und seit 1994) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Hamburg präsentierte. Bis 3.45 Uhr wird im ZDF auf spektakuläre Wetten, Gesangsbeiträge und weitere Höhepunkte aus zwei Jahrzehnten zurückgeblickt.
Über den internationalen Erfolg des Formats zeigten sich die Moderatoren zunächst uneins. Während Gottschalk mutmaßte, "Wetten, dass...?" habe sich international nur deshalb nicht durchgesetzt, weil es eine deutsche Idee sei, wusste Show-Erfinder Elstner zu berichten, dass sein Format unter anderem in Japan und Italien läuft und in Spanien so erfolgreich sei, dass sogar die Generalprobe live im Fernsehen übertragen wird.
Kein Bill Clinton, aber Modern Talking
An internationalen Gästen wird zumindest am Samstag bei der Live-Übertragung aus dem österreichischen Dornbirn kein Mangel herrschen. Zwar konnte Gottschalk den Ex-US-Präsidenten Bill Clinton bei der Verleihung des Deutschen Medienpreises in Baden-Baden nicht überreden, in seine aktuelle Sendung zu kommen, dafür wird er jedoch Kevin Costner, Sir Peter Ustinov, Janet Jackson, Elton John und die Bee Gees begrüßen können. Und natürlich auch die deutsche Pop-Band Modern Talking, deren Erfolgsgeschichte eng mit der von "Wetten, dass..?" verknüpft ist.
Gottschalks "bockiges Beharrungsvermögen"
Über die Zukunft der Show muss man sich offenbar keine Sorgen machen. Da die "deutsche Auswendiglern-Wette", die zu Elstners Zeiten in den achtziger Jahren noch dominiert hatte, längst chaotischeren Einfällen gewichen sei, lebe er "wie die Made im Speck" von den immer neuen Ideen seiner Zuschauer, sagte Gottschalk. Seiner Frisur und seiner phantasievollen Kleidung werde er mit "bockigen Beharrungsvermögen" treu bleiben und die Sendung so lange weiter führen, wie es ihm Spaß mache.
Stefan Raab und die "Kompatibilität fürs große Ganze"
Ohnehin sieht Gottschalk keine Nachfolge-Kandidaten. "Vielleicht ist Stefan Raab im Verhältnis zu mir, was ich im Verhältnis zu Kulenkampff war", gestand der Entertainer zu, aber als Nachfolger sei Raab nicht geeignet, da ihm noch "die Kompatibilität fürs große Ganze" abgehe.