"Wetten, dass...?" Gottschalk will keinen Witzeschreiber
Hamburg - Thomas Gottschalk ist - überspitzt formuliert - in Markus Schächters Augen so etwas wie der Comedy-Dinosaurier des deutschen Fernsehens. Schließlich hat Gottschalk keine Gagschreiber wie seine Kollegen Stefan Raab oder Harald Schmidt - alles ist selbst geschrieben, selbst überlegt. Der neue ZDF-Intendant meinte nun in seinem ersten Interview, das sei nicht mehr zeitgemäß.
Und das findet der zuletzt in die Kritik geratene Showmaster gar nicht witzig. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärte der 51-Jährige, Humor sei für ihn keine Frage des Zeitgeistes, sondern des Talents: "Ich bin kein Kabarettist und kein Schauspieler. Deshalb brauche ich auch keine Gagschreiber, deren Sprüche ich aufsage", meinte Gottschalk.
Spontaneität und Wortwitz bescheinigt sich der Showmaster, und diese Trumpfkarten will er auch in Zukunft einsetzen: "Wetten, dass...?" sei eine große Party, "und die werde ich auch weiterhin fröhlich feiern", meinte Gottschalk. Natürlich gehe es mit seiner Sendung auf und ab, "aber ich kämpfe für diese Show". Der Kampf geht am Samstag in München in die nächste Runde.