Wetter an Weihnachten: Warm, windig, wechselhaft - DER SPIEGEL
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Regenwetter: Wechselhafte Weihnachten

Foto: Malte Christians/ dpa

Weihnachtswetter Stürmische Nacht, nasse Nacht

Trübe Aussichten für Heiligabend: Die Meteorologen sagen Regen, Sturm und milde Temperaturen voraus. Nach Weihnachten aber scheint alles möglich - sogar ein Wintereinbruch.
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Hamburg/Offenbach - Weiße Weihnachten fallen in Deutschland dieses Jahr wohl wieder aus: Ein kräftiger Westwind sorgt an Heiligabend für warmes und stürmisches Regenwetter. Die Temperaturen sollen sieben bis zwölf Grad erreichen. In den Alpen herrschen Schneemangel und Plusgrade. Vielerorts stehen die Lifte. Es ist zu warm, um Kunstschnee zu produzieren.

Besonders kräftig regnet es in Schleswig-Holstein und an der unteren Elbe. Bis Mittwochmorgen würden in der Region 20 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst. Tagelanger Dauerregen hat der Feuerwehr in Hamburg und Schleswig-Holstein bereits viele Einsätze beschert. Im Nordosten Hamburgs mussten die Einsatzkräfte mehrere Häuser mit Sandsäcken gegen Überflutungen schützen. Von Montagmorgen bis Dienstagmittag zählte die Feuerwehr gut 90 wetterbedingte Einsätze.

Auch in Schleswig-Holstein waren Feuerwehren und Technisches Hilfswerk im Dauereinsatz. In Winsen im Kreis Segeberg drohte eine Kieskuhle vollzulaufen, in Satrup im Kreis Schleswig-Flensburg das Becken eines Klärwerkes. In Brunsbüttel blieb die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals kurzzeitig geschlossen, um das Regenwasser in die Elbe ablaufen zu lassen.

Für Frühlingskapriolen sorgt unterdessen das milde Wetter in der Pflanzenwelt: Zum Weihnachtsfest sprießen schon einige Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse. Weiße Duftnarzissen und Kamelien stehen vereinzelt in voller Blütenpracht. Einige Rosen und Haselnüsse blühen, und manche Hecke treibt grüne Blätter aus.

"Alles scheint ab dem 27. Dezember möglich"

Doch an den Feiertagen gibt es zumindest oberhalb von 300 bis 500 Metern einen Hauch von weißer Weihnacht. "Die Schneefallgrenze sinkt von der Heiligen Nacht bis zum Zweiten Weihnachtsfeiertag stetig ab", sagte Kirchhübel. Es wird auch etwas kühler. Die Temperaturen sollen am Ersten Weihnachtsfeiertag auf Werte zwischen drei und neun Grad sinken. In der Nacht zum Freitag muss bei leichten Minustemperaturen mit Glätte gerechnet werden.

"Am Zweiten Weihnachtsfeiertag sind vor allem im Osten und Süden Schneeschauer oftmals bis in tiefe Lagen zu erwarten", sagte der Meteorologe. Allerdings fällt nur in den Staulagen der Mittelgebirge etwas mehr Schnee, in tieferen Lagen tauen die weißen Flocken auf dem noch warmen Boden gleich wieder weg.

"Wie lange die Winterperiode mit leichtem bis mäßigem Nachtfrost und Höchstwerten um leicht über null Grad anhält, ist noch sehr unsicher", sagte Kirchhübel. "Alles scheint ab dem 27. Dezember möglich." Eine entscheidende Rolle spiele ein Sturmtief über der Nordsee: "Je nach Zugbahn fällt der Hammer pro oder kontra Winter."

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wit/dpa

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