Wetter-Bilanz: Juli war nass, aber warm - DER SPIEGEL
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Wetter-Bilanz Juli war nass, aber warm

Es klingt wie blanker Hohn, was Meteorologen für den Juli bilanzieren: Temperaturtechnisch lag der Monat über dem Durchschnitt - auch wenn sich das Wetter für das Gros der Deutschen herbstlich anfühlte. Im August soll alles besser werden.
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Frankfurt/Main - Überschwemmte Keller in Bayern, bibbernde Touristen an Nord- und Ostsee, dramatische Gewitter im Rheinland - ein Juli-Wetter, das die Deutschen fast in die kollektive Depression trieb. Doch der subjektive Eindruck täuscht. Trotz Nässe und wenig Sonne war der Juli nämlich überdurchschnittlich warm. "Die Temperaturbilanz liegt insgesamt geringfügig über dem Normalwert", heißt es beim Deutschen Wetterdienst.

Nach Messungen lag die Juli-Monatstemperatur deutschlandweit bei 17,2 Grad und damit 0,3 Grad knapp über dem langjährigen klimatologischen Mittel, versichern die Experten. Der Monat begann mit Schauerwetter und niedrigen Temperaturen. Diese stiegen zur Monatsmitte sehr schnell an: Im brandenburgischen Coschen wurde am 16. Juli der höchste Wert mit 38,6 Grad gemessen. Danach gingen die Temperaturen besonders im Westen deutlich zurück.

Die durchschnittliche Sonnenscheindauer lag im Juli bei 189 Stunden - gerade mal 90 Prozent des vieljährigen Mittelwertes von 209 Stunden. Der Süden und Westen Deutschlands waren am besten dran. In Südbayern schien die Sonne mit rund 250 Stunden am längsten. Der verregnete Juli war der elfte zu warme Monat in Folge. Davon bemerkte man vergangene Nacht wieder einmal nichts: In einigen Tal- und Muldenlagen gab es sogar Bodenfrost.

Die gute Nachricht: Der Sommer meldet sich morgen zurück. Bei Sonnenschein steigen die Temperaturen auf 19 Grad im Nordosten und 27 Grad im Südwesten. Am Wochenende soll es überwiegend freundlich werden, mit Höchstwerten zwischen 20 und 27 Grad.

pad/AP