Wetter Ende Juli: Jetzt kommt der Herbst - DER SPIEGEL
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Wetter in Deutschland Jetzt kommt der Herbst

Ausgeregnet? Nicht in Deutschland: Nach den Unwettern vom Wochenende wird es nächste Woche auch noch kälter.
Ein Paar trotzt dem Wetter am Ufer des Kirchsees bei Sachsenkam (Aufnahme von Freitag)
Ein Paar trotzt dem Wetter am Ufer des Kirchsees bei Sachsenkam (Aufnahme von Freitag)

Ein Paar trotzt dem Wetter am Ufer des Kirchsees bei Sachsenkam (Aufnahme von Freitag)

Foto: Peter Kneffel/ dpa
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Badesee, Eis, Grillen - so stellt man sich den perfekten Sommer vor. Eigentlich. Doch Gewitter und Starkregen haben am Wochenende in weiten Teilen Deutschlands das Vergnügen vermiest.

Vom Bodensee bis nach Brandenburg zuckten Blitze über den Himmel und setzten etliche Häuser in Brand. In Niedersachsen kam ein Mann bei einem schweren Unfall ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, war der 48-jährige Autofahrer in der Nähe von Aurich in der Nacht bei Starkregen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt.

In Berlin wurde das zweite Mal innerhalb eines Monats der Ausnahmezustand ausgerufen. Mehr als 400-mal musste die Feuerwehr ausrücken, Keller liefen voll, Bäume stürzten um. Auch in Hessen waren Einsatzkräfte in der Nacht zu Sonntag gefragt. Am Wiesbadener Kreuz etwa fuhren mehrere Autos gegen Gullydeckel, die von Wassermassen hochgedrückt worden waren.

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Unwetter in Berlin: "Notruf überlastet, bitte nur dringende Anrufe"

Foto: Robert Roeske/ dpa

Die Temperaturen sinken

Wer jetzt hofft, dass es sich ausgeregnet hat, liegt leider falsch. Für die kommenden Tage sagen Meteorologen Herbstwetter voraus: Tief "Zlatan" sorgt für sinkende Temperaturen und bringt kräftigen Regen. Bis Freitag "sind eher herbstliche Höchstwerte zwischen 15 und 24 Grad an der Tagesordnung", sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Vielerorts weht dazu ein kräftiger Wind.

Für den Westen sowie Bayern, Sachsen und Thüringen rechnet der DWD zudem innerhalb von 48 Stunden mit bis zu hundert Litern Regenwasser pro Quadratmeter. Auch in Teilen von Rheinland-Pfalz wie der Eifel und dem Westerwald kann es ergiebig regnen. Aussicht auf Besserung besteht erst für das nächste Wochenende.

Auch wenn der Sommer vielerorts ungewöhnlich nass erscheint: Insgesamt liegt die Niederschlagsmenge in Deutschland bislang deutlich unter dem Üblichen. Bundesweit fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Samstag bislang pro Quadratmeter 403 Millimeter Niederschläge, das entspricht 87 Prozents des langjährigen Mittels für diesen Zeitraum. Allerdings sind die regionalen Unterschiede in der Bilanz enorm.

Nasser Osten, trockener Westen

Besonders wenig Regen fiel demnach in den - eigentlich feuchteren - westlichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Dort lagen die Niederschlagswerte grob bei etwa drei Vierteln der üblichen Werte. Ganz anders die Bilanz im - sonst eher trockenen - Nordosten: Spitzenreiter Berlin verzeichnet demnach 133 Prozent der sonst üblichen Menge, in Hamburg sind es 124 Prozent. Auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen die Niederschläge deutlich über den Mittelwerten.

In Berlin-Tegel fielen bislang demnach 163 Prozent der sonst üblichen Regenmenge, ähnlich in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. In Lennestadt-Theten im Kreis Olpe war es dagegen mit knapp 53 Prozent der üblichen Menge fast nur die Hälfte. Auch in Bad-Dürkheim, das in diesem Jahr mit nur 180 Millimetern zu den trockensten Orten zählt, und in Trier ist das Jahr bisher ausgesprochen regenarm.

Die höchsten Niederschlagsmengen verzeichnete der DWD bislang an der Zugspitze (1189 Millimeter) und in Oberstdorf (1004 Millimeter).

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Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
irb/dpa

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