Hitze: Mehr als 30 Grad - und es wird noch heißer
Hitzewelle dank Hoch "Wolfgang" Kurz, aber heftig
Die erste große Hitzewelle dieses Sommers ist da: Schon am Mittag zeigte das Thermometer vielerorts 30 Grad. Für den späten Nachmittag wurden Werte von mehr als 35 Grad erwartet. Und am Freitag könnte es sogar noch heißer werden, wie der Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte.
Dann verlagere sich die heiße Luft aus Nordafrika in den Osten Deutschlands, wo 36, vielleicht sogar 37 Grad zu erwarten seien.
Im Westen ziehen bereits am Freitag Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf. Gleich drei Tiefs - "Lea", Neele" und "Marine" - haben Kurs auf Mitteleuropa genommen. Die drei werden am Freitag über den Britischen Inseln, der Nordsee und Deutschland erwartet. Sie vertreiben "Wolfgang" immer weiter in Richtung Osten. Die Gewitter werden sich am Freitag nach Berechnungen der Meteorologen bis auf eine Linie Vorpommern - Hessen - Baden-Württemberg nach Osten vorarbeiten.
"Am Samstag erreichen die teils heftigen Schauer und Gewitter den Osten, wo noch Reste der heißen Luft liegen", sagte Trippler. Im Westen schaut dann schon wieder die Sonne heraus bei nur noch 21 bis 26 Grad.
(!) Mit dem ersehnten #Sommer-Aufflackern kommt auch die Wärmebelastung in den Blick: https://t.co/3JSLoJOnTE /kis pic.twitter.com/up50R8Qq50
— DWD (@DWD_presse) June 22, 2016
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Für den Donnerstag galten Warnungen des DWD vor starker Wärme- und UV-Belastung. Nur die Küsten waren ausgenommen. "Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich", heißt es im Warntext. An einigen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wurde hitzefrei gegeben.
Mit der steigenden Feuchtigkeit in der Luft wird es immer schwüler. Die gefühlte Temperatur ist dann höher als die gemessene. Für den Körper werde es schwerer zu schwitzen, sagte Trippler. "Durch die eingeschränkte Verdunstung an der Körperoberfläche und die dadurch fehlende Kühlung kann es in Extremfällen sogar zu einem Hitzschlag kommen."
In den Niederlanden haben heftige Unwetter bereits zu Überschwemmungen geführt. Keller, Straßen, Tunnel und Parkhäuser waren nach ungewöhnlich starken Regenfällen überflutet, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehrere Häusern bei Rotterdam fingen nach Blitzeinschlägen Feuer.
Im Video: Freude über Hochsommer in ganz Deutschland