Niedersachsen und Bremen Hunderte Unfälle auf eisglatten Straßen
Verschneite Straße bei Delmenhorst: Gefährliche Rutschpartie
Foto: Ingo Wagner/ dpaSpiegelglatte Straßen sind am Sonntag vielen Autofahrern in Niedersachsen und Bremen zum Verhängnis geworden. In beiden Bundesländern kam es binnen 24 Stunden zu mehr als 300 Unfällen. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete am Montag in einer ersten Bilanz 183 Unfälle.
Bei 16 davon kamen den Angaben zufolge Menschen zu Schaden. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte ein Sprecher. Weil der Wintereinbruch auf einen Sonntag fiel, waren deutlich weniger Menschen mit dem Auto unterwegs als an Werktagen.
Mehr als hundert Bahnreisenden brachte das Blitzeis eine unfreiwillige Übernachtung in Ostfriesland ein. Ein Zug von Norddeich nach Köln war zwischen Norddeich und Emden liegen geblieben. "Dort war es zu gefährlich zum Aussteigen, das Gelände abschüssig und überfroren", sagte ein Sprecher der Bahn.
Der Zug sollte am Sonntagabend mit einer Diesellok zurück nach Norddeich gezogen werden. Dort sollten die Passagiere in der Halle einer Fährgesellschaft untergebracht werden. Zudem sollte der zurückgeschleppte IC im Bahnhof als Übernachtungsmöglichkeit bereitgestellt werden.
Eine Rückreise am Sonntag war laut Bahn nicht möglich, weil Oberleitungen zugefroren waren. Erst am Montagvormittag setzte der Intercity seine Fahrt nach Köln fort. Gegen 9.30 Uhr sei der Zug losgefahren, teilte die Deutsche Bahn mit. Mit dem IC wollten vor allem Urlauber, die den Jahreswechsel auf den ostfriesischen Inseln verbracht hatten, zurück nach Nordrhein-Westfalen fahren.
Ein anderer Zug von Köln nach Emden war am Sonntag etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Emden vermutlich wegen einer vereisten Weiche liegen geblieben. Er wurde geräumt, einem Bahnsprecher zufolge gingen die Passagiere die Strecke bis nach Emden zu Fuß.