Wetter: Minusgrade zu Silvester - DER SPIEGEL
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Weihnachtswetter 2015: Stürmische Nacht, heiße Nacht

Foto: Butch Dill / AP / dpa

Das Ende von #Warmnachten Hurra, hurra, der Frost ist da

Weihnachten 2015 wird nicht als das Fest der Herzenswärme in die Geschichte eingehen, sondern als das der Temperaturrekorde. Weltweit spielte das Wetter verrückt. Wenigstens zu Silvester bekommen wir in Deutschland nun Minusgrade.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ganz ehrlich: Das Wetter der letzten Tage war schon unheimlich. In München bei Sonnenschein im Biergarten sitzen, im Tegernsee schwimmen - das mag ja im Sommer in Ordnung sein. Aber an Heiligabend?

Frau nach Bad im Tegernsees am 20.12.

Frau nach Bad im Tegernsees am 20.12.

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Es ist, als wäre das Jahreszeitengefüge in Deutschland komplett aus den Fugen geraten. Angesichts spätsommerlicher Temperaturen landauf landab scheint der Klimawandel nicht mehr das Produkt blühender Verschwörungstheorien, sondern real - und sein Produkt verwirrt blühende Blumen.

Immerhin können wir Deutschen uns jetzt zu Silvester hin wieder einigermaßen glaubhaft einreden, dass alles in Ordnung sei. Denn in den nächsten Tagen erwarten uns nun - soll man sagen: endlich? - kalte Tage.

Am Montag beginnen die Temperaturen in Deutschland ihre Talfahrt gemächlich vom erwähnt hohen Niveau, um dann pünktlich zum Donnerstag auf den Gefrierpunkt hinunter zu rauschen. Genau dann, wenn man's eigentlich gerade nicht brauchen kann - denn mit vor Kälte erstarrten Fingern lassen sich Böller und anderes Silvestergedeck schlecht entfachen.

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Wetterchaos auf der ganzen Welt

Gut, gemessen an dem, was das Wetter vielerorts anderen Menschen an Unbill bescherte, ist das ein Klacks. In Großbritannien fiel das Weihnachtsfest buchstäblich ins Wasser. Nach sintflutartigen Regenfällen mussten vor allem in Nordengland Hunderte Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, teilweise in Rettungsbooten. Starker Regen überschwemmte Straßen und ließ Flüsse über die Ufer treten. Vielerorts wurden die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Braune Weihnachtsbrühe: Überschwemmungen in England;

Braune Weihnachtsbrühe: Überschwemmungen in England;

Foto: Christopher Furlong/ Getty Images

In den USA spielte das Wetter komplett verrückt. Während die Ostküste, sonst im Winter ein eher ungemütlicher Ort, das wärmste Weihnachten seit Aufzeichnung der Wetterdaten erlebte, bekamen andere Bundessstaaten die Quittung serviert. In Arkansas fielen tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel, zudem rissen dort sowie in den Bundesstaaten Tennessee und Mississippi Tornados 15 Menschen in den Tod. Für die nächsten Tage werden weitere Unwetter erwartet.

Von Winterstürmen ist beim Deutschlandwetter bislang keine Rede. Aber wer weiß, vielleicht fällt ja am Neujahrstag sogar hier und da ein wenig Schnee. Und wenn dann Mitte Januar oder unseretwegen auch im Februar dann endlich doch der Winter kommt, gilt: besser spät als nie.

Video: So warm kann Weihnachtsbaden sein!

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