Gewitter, Hagel, Tropennächte Der Sommer kehrt zurück - mit voller Wucht
Regen dringend benötigt: Dichte Gewitterwolken ziehen über ein Weizenfeld im sächsischen Großenhain
Foto: Bernd Maerrz/dpa-Zentralbild/DPADer Sommer kommt nach Deutschland zurück - mit viel Sonne, aber auch mit Gewittern und Regengüssen. Abgesehen von örtlichen Unwettern fehlt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) jedoch weiterhin der dringend benötigte flächendeckende Dauerregen, der den Folgen andauernder Trockenheit entgegentreten könnte.
So rechnen die Meteorologen in der Nacht zu Freitag mit einer Kaltfront, die von Westen nach Osten zieht und schauerartigen Regen mit sich bringt. Bereits am Freitag rechnet der DWD aber schon wieder mit viel Sonnenschein bei sommerlichen Temperaturen zwischen 24 und 29 Grad.
Vor allem der Süden Deutschlands bekommt am Samstag viel Sonne ab. Über dem Westen und dem Norden kann es zu kräftigen Gewittern kommen. Diese können auch mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einhergehen und ziehen im Laufe der Nacht über den Nordosten weiter in Richtung Polen, hieß es.
Hitze, Dürre und Waldbrandgefahr
Nach dem Regen kommt dann wohl schon bald wieder reichlich Hitze: Der DWD geht nach Angaben eines Sprechers von einer mehrere Tage anhaltenden Hitzeperiode aus, die am Montag beginnt und nach derzeitigen Erkenntnissen am Mittwoch und Donnerstag ihren Höhepunkt erreicht. Mit Ausnahme der unmittelbaren Küstenregionen dürften die Temperaturen überall in Deutschland mindestens 30 Grad betragen.
Vor allem im Westen und Südwesten könnten bis zu 37 Grad erreicht werden, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Besonders heiß werde es wohl am Oberrhein, in der Rhein-Main-Region sowie im Rhein-Neckar-Gebiet. Auch mit sogenannten Tropennächten, in denen die Nachttemperaturen nicht unter 20 Grad sinken, müsse in diesen Regionen dann gerechnet werden - vor allem in Stadtzentren.
Die Hitzebelastung könnte an diesen Tagen wieder Extremwerte erreichen, auch die Waldbrandgefahr dürfte weiter steigen. "Die Bodenfeuchtewerte dürften weiter zurückgehen und die in manchen Gebieten bereits herrschende Dürre verstärken", sagte Friedrich. Noch steht nicht fest, ob die erwartete Hitzeperiode sich zum übernächsten Wochenende abschwächt oder ob es weiterhin heiß bleibt.
Sommer in Süddeutschland: Münchner genießen ihre Freizeit im Englischen Garten
Foto: Sina Schuldt / dpaZuletzt hatte das Rote Kreuz angesichts häufiger Hitzewellen eindringlich auf die davon ausgehenden Risiken hingewiesen. Städte müssen sich nach Ansicht der Organisation besser darauf vorbereiten, ihre Bewohner vor gesundheitsgefährdenden Temperaturen zu schützen - etwa mit mehr Grünanlagen und autofreie Zonen.
Erst vor Kurzem hatte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels einen neuen weltweiten Hitzerekord gemeldet: Demzufolge lagen die Temperaturen im vergangenen Monat um 0,1 Grad Celsius über dem bisherigen Rekord vom Juni 2016 - damit war der Juni 2019 der weltweit heißeste Monat der Geschichte.