Wetterchaos Bayern versinkt im Schnee
Schneechaos: Rutschende Autos, schaufelnde Helfer
München - Wie die Deutsche Bahn am Morgen in München mitteilte, ist der gesamte Zugverkehr auf der Strecke München-Augsburg-Ulm und südlich davon unterbrochen. In der Region Süd-Schwaben und im Allgäu fahre kein Zug. Auch die S-Bahn München habe um 6.45 Uhr aus Sicherheitsgründen ihren Betrieb eingestellt. Durch Schneebruch und weiter andauernden Schneefall sei das Risiko zu groß geworden, hieß es.
Auch auf den Straßen kam es wieder zu erheblichen Behinderungen. Die Staus auf den Autobahnen um München lösten sich zwar auf, der Verkehr auf den schneebedeckten Fahrbahnen rollte aber an vielen Stellen nur stockend, teilte die Polizei mit. Es gab eine Reihe leichter Unfälle mit Blechschäden. Auf der Autobahn 99 standen nach Polizeiangaben 120 Lastwagen auf dem Standstreifen und behinderten so die Räumdienste. Die Rastanlagen an den Autobahnen 8 und 9 seien teilweise vollkommen überbelastet.
Der Deutsche Wetterdienst gab Unwetterwarnungen für Schwaben, Ober- und Niederbayern heraus. Er rechnete mit bis zu 40 Zentimetern Neuschnee und empfahl, Autofahrten zu vermeiden. Um den neuesten Wetterbericht anzusehen, klicken Sie bitte hier.
Auf dem Flughafen München kam am Samstagabend ein Passagierflugzeug beim Beschleunigen von der Startbahn ab und rutschte auf den Rasen. Die Ursache war nach Polizeiangaben noch unklar. An Bord des Airbus A310 waren zirka 170 Passagiere. Verletzt wurde niemand. Es kam aber zu Behinderungen im Flugverkehr.
"Reichlich Schnee" in Baden-Württemberg
Die Streufahrzeuge waren im Süden Deutschlands in der Nacht zum Sonntag ununterbrochen unterwegs. Erschwert wurde die Situation in vielen Regionen durch umstürzende Bäume. Viele Land- und Bundesstraßen mussten gesperrt werden.
Der Verkehrswarndienst in Baden-Württemberg meldete "reichlich Schnee", aber eine ruhige Nacht. Es gäbe zwar viele Meldungen, aber keine größeren Vorkommnisse. Gestern hatte es unzählige Unfälle gegeben, mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Unter anderem waren bei einer Massenkarambolage im Virngrundtunnel bei Ellenberg (Ostalbkreis) neun Menschen verletzt worden. Bei Hornberg (Ortenaukreis) blieb ein Zug im Schnee stehen, nachdem herabhängende Äste den Stromabnehmer der Elektrolok beschädigt hatten.
suc/ddp/dpa