Wetterkapriolen Schwere Unfälle durch Blitzeis im Norden
Hamburg - Autofahrer in Hamburg und Niedersachsen hatten heute Morgen mit gefrierender Nässe zu kämpfen: Auf den Fahrzeugen hatte sich über Nacht eine dicke Eisschicht gebildet.
Auf den Straßen sorgte die Glätte für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Auf der A2 kam es zwischen Braunschweig und Helmstedt zu zahlreichen Unfällen. "Es kracht an allen Ecken und Enden", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig dem Sender NDR Info. Glücklicherweise blieb es hier zunächst bei Blechschäden.
Zwischen Alleringersleben und Marienborn/Helmstedt Ost kam es zu einem kilometerlangen Stau. Besonders glatt war es zwischen dem Kreuz Wolfsburg-Königslutter und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.
Im Nordwesten Niedersachsens kamen in der Kreisstadt Westerstede (Landkreis Ammerland) bei einem schweren Unfall zwei Menschen ums Leben. Der Wagen eines 24-Jährigen kam in der Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Dabei starben sowohl der Fahrer als auch sein 19-jähriger Begleiter.
Auf der Autobahn 7 raste zwischen den Anschlussstellen Bispingen und Evendorf ein Pkw in einen quer zur Fahrbahn stehenden Lastwagen. Ob es Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt. Im Landkreis Helmstedt wurde der Busverkehr wegen der Glätte eingestellt. In Braunschweig können Straßenbahnen wegen vereister Oberleitungen nicht mehr fahren.
Wegen Neuschnee und Glätte krachte es in Schleswig-Holstein auf der Autobahn 23 am Dienstagvormittag acht Mal. Ein Unfall mit zwei Sattelzügen bei Rellingen sorgte für einen kilometerlangen Stau. Ein 45-Jähriger war mit seinem Lkw auf einen vor ihm abbremsenden Lastwagen aufgefahren.
Durch Blitzeis kam in Hornhausen (Sachsen-Anhalt) ein Autofahrer mit seinem Wagen von der Straße ab und überschlug sich. Dabei erlitt ein Kind leichte Verletzungen, sagte ein Polizeisprecher. Am Auto entstand Totalschaden.
Wie der deutsche Wetterdienst meldet, regieren im östlichen und nördlichen Niedersachsen sowie im Süden von Hamburg weiter Temperaturen unter Null. Dort blieben Eisregen und überfrierende Nässe auch in den folgenden Stunden ein Problem. In Richtung Schleswig-Holstein würden die Niederschläge vor allem als Schnee niedergehen. Im Norden wehe ein starker, an der Küste auch stürmischer Ostwind.