Wetter in Deutschland: Winter ade, scheiden tut nicht weh
Wetterumschwung Ein Hauch von Frühling
Hamburg - Das Bibbern hat endlich ein Ende: Nach klirrender Kälte und leichten Schneefällen rechnen Meteorologen für das kommende Wochenende mit deutlich milderen Temperaturen. In machen Regionen sollen die Thermometer sogar zweistellige Werte anzeigen.
Herrschten in weiten Teilen Deutschlands noch Mitte der Woche zweistellige Minusgrade, entspannte sich die Wetterlage am Donnerstag bereits größtenteils: Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt gab es im Emsland, im Münsterland, im Ruhrgebiet und im Saarland zwar noch leichte Schneefälle und örtliche Glätte. Inzwischen sei der Schnee aber bereits in Regen übergegangen, sagte Andreas Neuen vom Wetterdienst Meteomedia SPIEGEL ONLINE.
Deutlich mildere Temperaturen prognostiziert der Experte für das kommende Wochenende. Besonders am Niederrhein können die Menschen aufatmen: Hier soll das Thermometer am Samstag frühlingshafte elf Grad anzeigen. Im Süden sollen immerhin sechs Grad erreicht werden. Einzig in der Osthälfte klettern die Werte nur knapp über den Gefrierpunkt.
Im Berchtesgadener Land, im Bayerischen Wald und vom Erzgebirge bis hin nach Brandenburg können sich die Deutschen am Wochenende außerdem über Sonnenstrahlen freuen.
Noch am Mittwochmorgen war an einen Verzicht auf Mütze und Handschuhe nicht zu denken gewesen. In Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern war das Quecksilber auf unter minus zehn Grad gesunken. Der Rekordwert von minus 32 Grad wurde im Berchtesgadener Land gemessen, so Meteorologe Neuen. Auch in Doline Degerfeld, in der Gemeinde Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb und am Müggelsee in Berlin war es mit minus 27, minus 24 und minus 17 Grad überdurchschnittlich kalt. Einzig im Westen entlang des Niederrheins war es mit minus drei oder minus vier Grad etwas milder.
Was überraschen dürfte: Trotz Schnee und Eis ist der Februar bisher zu warm gewesen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, lag in Kempten im Allgäu die monatliche Durchschnittstemperatur bislang 3,1 Grad über dem Normalwert. In der Lausitz war es mit einem Plus von 0,1 Grad vergleichsweise am "kältesten".