Wiener Opernball: Und noch ein Schlückchen Bier - DER SPIEGEL
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Wiener Opernball Und noch ein Schlückchen Bier

Der Pulk der Fotografen hatte gerade Uschi Glas ins Visier genommen, da erschien Pamela Anderson auf der Bildfläche und stahl der jüngst Geschiedenen die Show. Die US-Schauspielerin war in diesem Jahr vom österreichischen Baulöwen Richard "Mörtel" Lugner als persönlicher Stargast zum Wiener Opernball geladen worden.
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Bezahlter Stargast Anderson, Richard "Mörtel" Lugner: Baywatch-Star ohne Badeanzug

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Präsident Klestil mit Frau: "Alles Walzer!"

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Busenwunder Anderson, Kid Rock: "Bin wirklich in Panik"

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Bundeskanzler Schüssel, Gattin Kristina: Weniger Prominenz als sonst

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Wien - Die 35-jährige Anderson hatte sich für zunächst für ein rotes Korsagenkleid entschieden, wechselte dann aber doch noch das Modell und trug am Abend ein grau-schwarzes Gewand mit Handschuhen bis zu den Oberarmen. Ihr Freund, Rocksänger Kid Rock, erschien zum 47. Opernball im Frack und Zylinder, unter dem er versucht hatte, seine Haare mit einer Spange zu bändigen. Vergeblich, wie sich bald herausstellte.





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Der Musiker gab sich alle erdenkliche Mühe, seinem Rüpel-Image gerecht zu werden: Am Arm die Ehefrau von Bauunternehmer Lugner, genannt "Mausi", rastete er gleich am Eingang wegen des Gedränges aus. Er schlug kurz um sich, seine Hand traf einen Türsteher auf den Kopf. Auch Anderson war das Gerangel zu viel: "Es ist hier wirklich sehr schön", zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA das Busenwunder. "Aber kaum gehe ich hinaus, wird von allen Seiten an mir gezerrt, ich halte das nicht aus. Ich bin wirklich in Panik."

Auch in der Lugner-Loge war an Entspannung nicht zu denken: Lachend wehrte Anderson Kid Rock ab, der ihr Hals und Schulter abküsste und zwischendurch immer wieder einen Schluck aus der Bierflasche nahm. Zudem versuchte sie, ihren Freund zu bändigen, damit er nicht das berüchtigte F-Wort in die Mikrofone sagte. Um 1.30 Uhr rauschte die inoffizielle Ballkönigin samt ziemlich berauschtem Verlobten schließlich ab.

Ein weiteres Skandälchen überschattete den 47. Opernball: Der Chef der Tierrechtsorganisation Peta, Dan Mathews, machte seine Ankündigung wahr, einen Mann zum Walzer aufzufordern. "Ich weiß zwar seinen Namen nicht, aber er war sehr, sehr süß", sagte er.

Draußen kam es derweil zu Zwischenfällen bei der Demonstration, an der bis zu 1000 Leute teilnahmen und bei der 1400 Polizisten im Einsatz waren. Einige Protestierende randalierten und legten Feuer. 60 Personen wurden nach Sachbeschädigungen vorläufig festgenommen, berichtete die Polizei. Geworfen wurden Bierdosen, Betonbrocken, Knallkörper, Gläser, Eier sowie Farbbeutel. Zwei Protestler wurden bei den Ausschreitungen verletzt.

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