Wiesbaden: Geiselnehmer wollte Ex-Freundin erschießen - DER SPIEGEL
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Wiesbaden Geiselnehmer wollte Ex-Freundin erschießen

Mehrere Stunden war eine junge Arzthelferin in der Gewalt ihres Ex-Freundes, der mit einer großkalibrigen Waffe in eine Praxis in der Wiesbadener Innenstadt eingedrungen war. Als der Geiselnehmer immer nervöser wurde, griffen die Einsatzkräfte zu: Sie schossen den 22-Jährigen an und befreiten die Frau unversehrt.
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Wiesbaden - Nach Angaben der Polizei stammt der Täter aus der Nähe von Koblenz. Das Opfer war ein Jahr lang seine Freundin, hatte sich dann aber von ihm getrennt. Die junge Frau ist 18 Jahre alt und wohnt im Rheingau.

Der Täter hatte laut der Polizei seine Ex-Freundin bereits mehrfach bedroht. Bei der Geiselnahme wollte er zuerst seine Ex-Freundin und dann sich selbst erschießen. Nach gut drei Stunden überwältigten die Polizisten den Mann mit einem gezielten Schuss in den Arm. Einsatzleiter Gerd Meerfeld begründete das Eingreifen mit dem immer unberechenbarer werdenden Verhalten des Täters. "Es war mit einer Eskalation zu rechnen."

Den anderen Personen, Mitarbeiter und Patienten, die sich zu dem Zeitpunkt der Geiselnahme in der Arztpraxis befanden, hatten das Gebäude verlassen können. Die Polizei hatte während der Geiselnahme Kontakt zu dem Mann.

Gegen Mittag hatten Augenzeugen die Polizei informiert, als sie mehrere Schüsse in dem Gebäude hörten.