Kenia Wildhüter töten fünf Wilderer
Nairobi - Fünf Tote und zwei Verletzte gab es bei der Auseinandersetzung von Wildhütern und Wilderern im kenianischen Rift Valley. Man habe bis zu 50 Kilogramm schwere Elefanten-Stoßzähne sowie Kalaschnikow-Sturmgewehre und Munition sichergestellt, teilte ein Sprecher des Kenya Wildlife Service (KWS) mit. Zwei Wildhüter seien bei der Schießerei verletzt worden.
In den achtziger Jahren wurden Elefanten und Nashörner durch Wilderer in Kenia stark dezimiert. Durch ein staatliches Schutzprogramm erholten sich Bestände allerdings wieder. Doch die Wilderei nahm wieder zu.
Begehrt bei Händlern sind vor allem das Elfenbein der Stoßzähne sowie Nashorn-Hörner. Die Nachfrage kommt besonders aus Asien, wo das Horn zu Pulver zermahlen als Medizin und angebliches Aphrodisiakum verkauft wird. Elfenbein wird in der Schmuckindustrie und im Kunsthandwerk verarbeitet. Nach Angaben des KWS töten Wilderer jedes Jahr etwa hundert Elefanten in Kenia. Sie nutzen dabei modernste Technik.