Winona Ryder Rendezvous mit dem Haftrichter
Beverly Hills - Die Schauspielerin soll am 12. Dezember in dem Edelkaufhaus Saks Fifth Avenue Hüte, Handtaschen, Oberteile und Accessoires im Wert von 4760 Dollar (5500 Euro) geklaut haben. Eine Kaufhausdetektivin will Ryder dabei beobachtet haben, wie sie in der Umkleidekabine auf dem Boden kniete und mit einer mitgebrachten Schere die Preisschilder und Sicherheitsetiketten von der Ware entfernte. Vertreter der Staatsanwaltschaft hatten auch verbreitet, es gebe Beweise, dass die 30-Jährige schon früher bei Diebstählen erwischt worden war.
Ryders Anwalt aber beschuldigte die Angestellten des Kaufhauses als Lügner, die die Schauspielerin auf Grund ihrer Berühmtheit angriffen. Auch Winona Ryder plädierte nach ihrer Festnahme auf "nicht schuldig". Sie ist seit Dezember gegen eine Kaution von 20.000 Dollar auf freiem Fuß.
Die Aussage der Kaufhausdetektivin war offenbar ausschlaggebend für die erneute Vorladung. Richter Elden Fox sieht nun nach eigenen Angaben "ausreichende Gründe für die Annahme, dass Winona Ryder schuldig ist und sich zu den Vorwürfen äußern muss."
Vor knapp zwei Wochen wurde eine Anhörung vertagt, weil Ryder im Gedränge von einem Kamerateam am Ellbogen verletzt worden war und ihr Anwalt eine ärztliche Untersuchung seiner Mandantin verlangte. Beim nachgeholten Anhörungstermin mussten die Reporter auf Anweisung des Richters mindestens drei Meter Abstand von dem Filmstar halten.
Winona Ryders Verfahren ist in der Zwischenzeit zu einem Show-Ereignis geworden. Erst kürzlich war die Schauspielerin selbst mit einem T-Shirt fotografiert worden, auf dem die Aufschrift "Befreit Winona" stand. Diese Hemdchen avancierten inzwischen zum Kult-Kleidungsstück in Hollywood.
Sollte die Schauspielerin verurteilt werden, droht ihr eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und acht Monaten.