Wintereinbruch: Europa versinkt im Schnee - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wintereinbruch Europa versinkt im Schnee

Autobahnsperrungen in Frankreich, stillgelegte Bahnen in Großbritannien - der Wintereinbruch sorgt in vielen Teilen Europas für erhebliche Behinderungen. Meteorologen kündigen an, dass es auch hierzulande bald kräftig schneien wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Der Wetterdienst Meteomedia sagte für heute zunächst leichte Schneefälle voraus, die in den östlichen Bundesländern am Abend und in der Nacht stärker werden und sich allmählich nach Westen hin ausbreiten. Im Norden sind sogar Schneeverwehungen möglich. Hier weht frischer, an der See auch kräftiger Nordostwind. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus fünf und null Grad. Ab morgen Nachmittag soll es dann wieder weniger schneien, von der Eifel bis zum Alpenrand lockert es sogar etwas auf.



Während die Deutschen die ersten Winterfreuden genießen können, ächzten Briten und Franzosen unter den plötzlichen Schneemassen. So legten in Großbritannien heftige Schneefälle mehrere Bahnlinien lahm und führten zu Behinderungen auf den Straßen. In den ostenglischen Grafschaften Kent und East Sussex wurde der Zugverkehr teilweise eingestellt, wie ein Bahnsprecher sagte. In Kent waren gestern bis zu 15 Zentimeter Schnee gefallen.

Auf der Autobahn M20 wurde der Verkehr auf eine Fahrbahn pro Richtung limitiert, die Höchstgeschwindigkeit wurde auf rund 60 Stundenkilometer beschränkt. Die Polizei rief Autofahrer im ganzen Land auf, nicht notwendige Fahrten zu unterlassen. Der Wetterdienst sagte weitere Schneefälle und eisige Temperaturen bis zu minus zehn Grad Celsius voraus.

Auch in Frankreich kam es teilweise zu chaotischen Szenen. Etwa 30 Zentimeter Neuschnee sorgten dafür, dass die Autobahn A84 in der Normandie zeitweise in beide Richtungen gesperrt werden musste, teilte die Polizei mit. Noch am frühen Morgen steckten etwa 300 bis 400 Lastwagen sowie 350 Autos fest. Hunderte Fahrer hatten in ihren Fahrzeugen übernachtet oder in Notunterkünften Schutz gefunden. Lastwagen, die nach Unfällen quer auf der A84 standen, hatten den Einsatz von Schneeräumfahrzeugen verhindert. Erhebliche Verkehrsbehinderungen wurden auch aus Burgund berichtet.