Wintereinbruch: Straßen dicht, Bahnstrecken gesperrt - DER SPIEGEL
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Wintereinbruch Straßen dicht, Bahnstrecken gesperrt

Starke Schneefälle und Glatteis haben in weiten Teilen Deutschlands zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Es kam zu zahlreichen Unfällen, mehrere Menschen starben, viele weitere wurden verletzt. Vielerorts liegen schon mehr als zehn Zentimeter Schnee - und es schneit weiter.
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Berlin - Auf dem höchsten Berg des Landes, der Zugspitze, lag ein halber Meter Schnee, auf dem Fichtelberg sogar 51 Zentimeter. Auf dem Wendelstein wurden 49 Zentimeter, auf der Wasserkuppe 28 Zentimeter und in Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge 27 Zentimeter Schnee gemessen.

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Wintereinbruch: Straßen dicht, Bahnstrecken gesperrt

Foto: DPA

In Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen verwandelten sich die Straßen in Rutschpisten. Auf vielen Straßen liegt eine geschlossene Schneedecke. Auf der Autobahn 61 bei Laudert im Hunsrück stürzte ein Lkw um, auch auf der Sauerlandlinie A 45 in Nordhessen und Südwestfalen herrschten schwierige Straßenverhältnisse, Streufahrzeuge sind im Dauereinsatz. In Siegburg türmte sich der Schnee am Morgen bis zu zwölf Zentimeter hoch. Aus Mittelhessen werden sogar 20 Zentimeter Schnee gemeldet.

Zu besonders starken Beeinträchtigungen kam es nach Angaben des hessischen Verkehrswarndienstes auf der A 4 zwischen der Landesgrenze zu Thüringen und dem Kirchheimer Dreieck. In Bayern waren vor allem die A 3 Nürnberg-Würzburg und die A 7 Ulm-Fulda von starken Schneefällen betroffen.

Bei Donauwörth kam eine 19-jährige Autofahrerin ums Leben, als ihr Wagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und auf der Gegenfahrbahn frontal in einen Sattelzug fuhr. Auf einer Straße bei Harsdorf in Oberfranken kam es zu einem tödlichen Unfall, als sich ein Auto auf dem Schneematsch quer stellte. Auf der A 7 bei Kitzingen fuhren zwei Lastwagen und vier Autos ineinander. Nach Angaben der Autobahnpolizei war ein Auto beim Überholen auf schneeglatter Fahrbahn in einen Lastwagen geschleudert. Verletzt wurde niemand, aber die Autobahn Richtung Fulda musste drei Stunden vollständig gesperrt werden.

In Aschaffenburg und Miltenberg fiel für 45.000 Schüler der Unterricht aus, weil Straßen in beiden Landkreisen von umgestürzten Bäumen blockiert waren. Die Schulbusse konnten nicht mehr fahren, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung.

Vor allem in Nordbayern waren Räumdienste und Feuerwehren am frühen Morgen im Dauereinsatz. Auch die Bahn war betroffen. Die IC-Strecke Nürnberg-Ansbach sowie die Regionalverbindungen Nürnberg-Treuchtlingen, Gmünden-Fulda und Bad Kissingen-Ebenhausen waren gesperrt. Unter der Schneelast seien Bäume auf die Oberleitungen und Gleise gestürzt, sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr kam es zu mehrstündigen Verspätungen.

Räumfahrzeuge im Dauereinsatz

In Baden-Württemberg waren nach Angaben der Autobahnpolizei Räumfahrzeuge auf der A 8 bei Stuttgart im Einsatz. In Heidelberg kamen zahlreiche Autos von der Straße ab und mussten laut Polizei von Abschleppdiensten geborgen werden. Die Zufahrtsstraßen zum Königsstuhl bei Heidelberg wurden gesperrt, weil Bäume unter der Schneelast umzustürzen drohten.

In Sachsen kam gestern Abend auf schneeglatter Straße ein Reisebus von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Bei dem Unfall wurden mindestens elf Insassen verletzt. Einige der insgesamt 46 Reisenden wurden schwer verletzt, teilte die Polizei im sächsischen Zwickau mit.

Nach Vorhersage des Wetterdienstes Meteomedia schneit es südlich der Mittelgebirge bis in die Täler hinunter. Im Laufe des Tages soll es nur noch in Westdeutschland zu Schneefall kommen, die Schneefallgrenze soll auf 300 bis 900 Meter steigen.

Tödliche Unfälle in Österreich

In Österreich hat der Wintereinbruch zu mehreren tödlichen Unfällen geführt. Auf der A 1 kam bei Thalgau im Bundesland Salzburg bei einem Serienunfall mit sechs Autos ein Mann ums Leben. In Oberösterreich verunglückte ein 52-jähriger Landwirt tödlich, als er mit seinem Wagen auf der Innviertler Bundesstraße ins Schleudern geriet. Auf einer Landstraße nahe Wien starb ein 19-Jähriger beim Zusammenprall mit einem Sattelzug. Starker Schneefall und Glätte herrschen vor allem in Kärnten und Tirol, aber auch in Salzburg und Oberösterreich.