Wintereinbruch: Unfälle und Staus auf eisglatten Straßen - DER SPIEGEL
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Wintereinbruch Unfälle und Staus auf eisglatten Straßen

Der Wintereinbruch zum Frühlingsanfang hat in vielen Bundesländern für Verkehrsprobleme gesorgt. Auf schnee- und eisglatten Straßen ereigneten sich zahlreiche Unfälle, die jedoch überwiegend glimpflich ausgingen. Betroffen war vor allem Niedersachsen.
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Hannover - Nach Angaben der Polizei gab es allein im Landkreis Gifhorn 20 Glätteunfälle. Dabei wurden zwei Autofahrer leicht verletzt. Ansonsten sei es bei Sachschäden geblieben, so ein Sprecher. Zu Staus bis zu einer Länge von 15 Kilometern führten die Schneefälle auch auf der Autobahn 2 westlich von Hannover.

Zahlreiche Lastwagen hätten auf der glatten Autobahn den Anstieg in das Weserbergland nicht mehr bewältigt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Hannover. Zeitweise sei die Autobahn auch für Räumfahrzeuge blockiert gewesen. Man habe die Lkw-Fahrer über Verkehrsfunk gebeten, zunächst Rastplätze anzusteuern. Danach habe sich die Lage wieder normalisiert. Auch im Weserbergland behinderte der Schnee den Verkehr. Im Kreis Hameln-Pyrmont stellten sich nach Angaben der Polizei auf glatten Straßen zwei Lastwagen quer und ein weiterer rutschte in den Graben. Für den Oberharz bestand weiter Winterreifenpflicht. Dort gab es nach Polizeiangaben zunächst keine Glätteunfälle.

Schlitternde Autos, quergestellte Lastwagen

Auch in anderen Bundesländern war der Verkehr beeiträchtigt: Bei Altdorf nahe Nürnberg kam ein Kleintransporter vermutlich auf Grund zu hoher Geschwindigkeit bei der Auffahrt von der A6 auf die A3 auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern und schlittert in ein angrenzendes Waldstück. Dort blieb das Fahrzeug auf dem Dach liegen. Die beiden Insassen wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Sie erlitten mittelschwere Verletzungen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte.

Ebenfalls auf der A3 bei Altdorf rasten ein Kleinbus und ein Auto ineinander. Dabei wurden die Insassen aber nur leicht verletzt. Auf der A6 zwischen Schwabach und Roth kam es auf der glatten Fahrbahn zu einer Massenkarambolage. Hier wurde niemand verletzt. Auf der A61 im Hunsrück bildete sich in der Nacht eine Eisschicht, auf der vor allem Lastwagen kaum noch fahren konnten. Mehrere Lkw stellten sich quer und behinderten so den Verkehr. Die Bundesstraße 323 in Hessen musste im Bereich Remsfeld für Lastwagen zeitweise gesperrt werden, da die Strecke nach Schneefällen unpassierbar war. Die Polizei lobte allgemein die Autofahrer, die durch vorsichtige Fahrweise schwere Unfälle vermieden hätten.

Polizei lobt Autofahrer - Chaos ist ausgeblieben

Auch in Thüringen behinderten ergiebige Schneefälle den Straßenverkehr. Mehrere Autos rutschten in Straßengräben, einige Lastwagen hingen an Steigungen fest, doch es gab wegen des kurzfristigen Wintereinbruchs keine größeren Unfälle mit Personenschaden, wie ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Erfurt sagte. Der Räumdienst sei unermüdlich im Einsatz gewesen, auf den Autobahnen durch Thüringen gebe es keine witterungsbedingten Behinderungen. Das befürchtete Chaos im Berufsverkehr sei ausgeblieben, sagte der Sprecher.

Im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree und in Frankfurt an der Oder wurden bis zum späten Vormittag 34 Unfälle gemeldet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin in Fürstenwalde gab es Blechschäden, Menschen kamen nicht zu Schaden. "Autofahrer sollten mehr Zeit einplanen, es ist mit Behinderungen zu rechnen", sagte sie.

jto/AP/dpa