Wintereinbruch: Schneechaos in Deutschland
Winterwetter Schnee und Eis behindern den Verkehr
Pünktlich zum zweiten Advent ist auch der Winter richtig in Deutschland angekommen. Während sich einige über die weiße Pracht freuen dürften, sorgen Schnee und glatte Straßen in weiten Teilen für Verkehrschaos. In der Nähe von Cuxhaven starb ein Mann bei einem Unfall.
Im Oberharz wurden in der Nacht zum Sonntag drei Menschen schwer verletzt, als ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verlor und frontal gegen einen Baum krachte. In Nordrhein-Westfalen kam es wegen heftiger Schneefälle zu Hunderten Verkehrsunfällen. Und auch in Bayern hat es am Wochenende einige Male gekracht. Es gab mehrere Verletzte, meist blieb es jedoch bei Blechschäden.
Auf einer Landstraße im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen kippte ein mit 47 Senioren besetzter Reisebus um. Vermutlich waren Schnee und Glätte der Grund für den Unfall. Der Polizei zufolge wurden zwei Menschen leicht verletzt und zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Schwerverletzte habe es nicht gegeben. Die Feuerwehr entfernte die Scheibe des Busses, damit die Menschen aus dem Fahrzeug klettern konnten.
Reisende, die per Bahn oder Flugzeug unterwegs waren, haben den Wintereinbruch ebenfalls zu spüren bekommen. Am Frankfurter Flughafen gab es Verspätungen und Flugausfälle, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Der Flughafen Düsseldorf stellte den Betrieb vorübergehend komplett ein, auch in Köln/Bonn fielen zehn Flüge aus.
Die Bahn kämpfte am Sonntag ebenfalls mit Eis und Schnee. In ganz Nordrhein-Westfalen gab es Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle. Im Fernverkehr mussten Züge wegen Störungen an den Weichen umgeleitet werden. So ging über Stunden rund um Wuppertal nicht viel. Wegen umstürzender Bäume und herunterfallender Äste wurde am ganzen Wochenende auch der Wuppertaler Zoo geschlossen, wie die Stadt mitteilte.
#RE2 #RE42 #Schnee und #Eis beeinträchtigen die Infrastruktur der Bahn in #Münster(Westf). Aufgrund der Straßenverhältnisse wurde der Schienenersatzverkehr #Münster <> #Bösensell eingestellt. Nutzt andere Verkehrsmittel. Besser: Bitte verschiebt Reise auf einen anderen Zeitpunkt.
— DB Regio AG - NRW (@Regio_NRW) December 10, 2017
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Über Twitter riet die Bahn in Nordrhein-Westfalen ihren Fahrgästen sogar, ihre Reise ganz zu verschieben, weil der Schienenersatzverkehr wegen der winterlichen Straßenverhältnisse ebenfalls ausfiel.
Am kältesten war es mit etwa minus 10 Grad am Wochenende entlang der Alpenränder. In Reit im Winkel maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) nachts zeitweise minus 15 Grad. Und von Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, vermeldeten die Meteorologen aus der Nacht zum Sonntag den bislang kältesten Wert dieses Winters: minus 22 Grad.
In der Nacht könnte der Winter dann auch den Norden erreichen. Der DWD warnt vor kräftigen Schneefällen in Schleswig-Holstein. Bis Mitternacht seien bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich. An der Ostseeküste ist mit Sturmböen zu rechnen. Von Montag an soll sich laut Vorhersage des DWD kräftiger Regen vom Südwesten bis in den Norden ausbreiten. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt sollen in den kommenden Tagen jedoch wieder ansteigen.