Winterwunderland in Belfry: Weihnachtsmarkt muss schließen - DER SPIEGEL
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Beschwerden über Winterwunderland Rauchende Elfen, weinende Kinder

Der Weihnachtsmann verteilte billiges Plastikspielzeug, seine helfenden Elfen rauchten Kette: Im britischen Belfry musste ein Weihnachtsmarkt schließen, nachdem enttäuschte Kinder reihenweise in Tränen ausgebrochen waren.
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Belfry - Elfen, Rentiere, ein Weihnachtsmarkt - das Winterwunderland im mittelenglischen Golfresort Belfry sollte eine nie dagewesene Erfahrung für die ganze Familie werden. Die Elfen seien bereits "damit beschäftigt, alles für die Ankunft des Weihnachtsmanns vorzubereiten", hieß es auf der Webseite des Betreibers . Doch bereits einen Tag nach der Öffnung musste der Park, der von dem britischen Fernsehstar Laurence Llewelyn-Bowen designt wurde, seine Pforten vorübergehend schließen. Denn offenbar waren die Elfen nicht ganz so fleißig wie angekündigt.

Am Samstag seien Scharen von Kindern mit ihren Familien zu dem Winterwunderland-Spektakel angereist, berichtete der britische "Telegraph" . Doch was sie dort erwartete, war demnach wenig zauberhaft. Stundenlang hätten die Kleinen beim Weihnachtsmann anstehen müssen, so der Bericht. Endlich an der Reihe hätten sie billiges Plastikspielzeug erhalten - nicht einmal verpackt. Viele der jungen Besucher seien in Tränen aufgelöst gewesen.

Andere Besucher wollen beobachtet haben, dass die Elfen, Helfer des Weihnachtsmanns, nur herumsaßen und Zigaretten rauchten.

Die Vorfälle im Winterwunderland hätten die "Magie von Weihnachten" ruiniert, zitiert die Zeitung enttäuschte Besucher. Es sei eine "schäbige, geschmacklose Veranstaltung" gewesen. Viele fühlten sich um ihr Geld betrogen, der Eintritt kostete immerhin bis 22,50 britische Pfund pro Person - also etwas mehr als 28 Euro.

Aus der Welle der Empörung zogen die Veranstalter umgehend Konsequenzen. Am Sonntag wurde der Park für drei Tage geschlossen. Man wolle die Zeit nutzen, um Verbesserungen vorzunehmen, hieß es in einem Statement .

Der Manager des Winterwunderlands bemühte sich im nationalen Fernsehen um Schadensbegrenzung. "Wir hatten vier Wochen schrecklichen Regen, das hat uns bei der Arbeit behindert", sagte Paul Dolan dem Sender ITV . Man habe gehofft, dass die kleinen Details, die noch fehlten, niemandem auffielen. Er entschuldige sich dafür.

Am Mittwoch wird der Park wieder öffnen. Ob die Betreiber dem Anspruch der Besucher in der kurzen Zeit gerecht werden konnten, bleibt abzuwarten.

gam