Wirbelstürme Nach "Stan" kommt "Tammy"
Hamburg/Mexiko-Stadt - Nach den sintflutartigen Regenfällen, die "Stan" mit sich brachte, ist die Zahl der Todesopfer in weiten Teilen Zentralamerikas und in Südmexiko weiter gestiegen. Bislang kamen mindestens 160 Menschen ums Leben, berichtete der britische Sender BBC heute.
Wirbelsturm "Stan": Regen hält an, Pegel steigen weiter
Obwohl "Stan" mittlerweile abgezogen sei, regne es weiter heftig. Hütten wurden weggespült oder unter tonnenschweren Schlammlawinen begraben - und die Pegelstände der Flüsse steigen weiter an. Rettungskräfte fanden nach BBC-Angaben weitere Leichen, als sie in abgelegene Dörfer vordrangen. Bisher starben in Guatemala 79 und in El Salvador 62 Menschen. In Mexiko, Nicaragua, Honduras und Costa Rica wurde die Zahl der Toten mit mindestens 19 angegeben.
Tausende von Menschen in Südmexiko und Mittelamerika sind mittlerweile obdachlos, Zehntausende wurden in Notunterkünften untergebracht, weil ihre Häuser zerstört sind. Die Verkehrsverbindungen zwischen Guatemala, Mexiko und El Salvador sind an einigen Stellen unterbrochen, weil die Grenzflüsse wegen zerstörter Brücken nicht passierbar sind.
Heute Nacht wird mit "Tammy" ein neuer Tropensturm im Norden des US-Bundesstaates Florida erwartet. "Tammy" ist nach Auskunft des Wetterdienstes Meteomedia bereits der 19. Tropensturm der laufenden Saison, zehn davon erreichten Hurrikanstärke. Mehr seien bisher lediglich im Jahr 1933 mit 21 Tropenstürmen registriert worden.